Der wird seit September 2026 in einem grossen Batteriespeicher – Leistung 270 kW, Speicherkapazität 540 kWh – gespeichert. Damit werden die Betriebs-Lkw und der Elektrobagger geladen.
Die Investitionen rechnen sich: Die Betriebskosten sinken um über 70 %. Und die CO-2 Emissionen verringern sich um ca. 90 %.
Die Biogasanlage von Reiner von Meer zeigt, wie der flexible Einsatz von Biogas Dunkelflauten überbrückt und die perfekte Ergänzung von Wind und Solarenergie ist.
Biogas wird kontinuierlich produziert, überwiegend aus Gülle, Mist und Reststoffen. Das Biogas wird zunächst gespeichert und erst verstromt, wenn Wind und Sonne nicht mehr liefern, also vorzugsweise morgens, abends und in der Nacht.
Ministerin Mona Neubaur war sehr beeindruckt von diesem zukunftsweisenden Einsatz von Biogas und lobte die Pionierleistung von Reiner von Meer. Sie sagt zutreffend, das große Potenzial von Bioenergie für die Versorgungssicherheit werde noch viel zu wenig erkannt und von der Bundesregierung leider bisher vernachlässigt.
Mit der begrüßenswerten NRW-Biomasseinitiative unterstützt Ministerin Mona Neubaur den flexiblen Einsatz von Bioenergie und hilft damit, Genehmigungshindernisse abzubauen.
Oft wird bezweifelt, dass die Versorgungssicherheit in Dunkelflautezeiten durch erneuerbare Energie gewährleistet werden kann. Dabei werden die Potenziale von Biogas und Batteriespeichern ignoriert. Deshalb hier eine Darstellung der wichtigsten Fakten.
1. Wieviel Dunkelflautentage bzw. Stunden treten pro Jahr durchschnittlich auf?
Laut einer Analyse der KfW-Bank fallen pro Jahr durchschnittlich 15 Dunkelflautentagen an.
Die kürzlich veröffentliche SMC- Studie geht sogar nur von 277 Dunkelflautenstunden pro Jahr, also nur rd. 12 Dunkelflautentagen pro Jahr aus.
2. Wieviel Strom wird in 15 Dunkelflautentagen pro Jahr verbraucht?
Durchschnittlich werden in Deutschland pro Tag rd 1,25 Terrawattstunden (TWh) verbraucht. Für 15 Dunkelflautentage ergibt sich damit eine Stromlücke von 15 Tage x 1,25 TWh, also 18,75 TWh pro Jahr.
3. Wieviel Strom liefert Biogas/Bioenergie pro Jahr?
Die Jahresstromproduktion aus Biogas liegt bei 36 TWh. Wenn die gesamte Bioenergie zusammengerechnet wird (auch Bioabfall, Klärgas und feste Biomasse), liegt die Jahresstromproduktion sogar bei deutlich über 40 TWh.
Die Biogasstromproduktion reicht damit rechnerisch sogar für mehr als 30 Dunkelflautentage aus!
4. Dunkelflautenüberbrückung durch Biogas
Die Lösung liegt also ganz einfach darin, Biogas nicht 24 Stunden am Tag gleichmässig zu verstromen, sondern zunächst in Gasspeichern zu speichern, und erst bei Dunkelflautenbedarf mit mehrfacher Leistung (= mit mehrfach stärkeren Biogasmotoren) zu verstromen.
5. Technologieoffenheit nötig
Also kein neues faktisches Monopol für fossiles Erdgas, wie es die Bundesregierung plant! Statt dessen im Sinne der Technologieoffenheit Öffnung der Ausschreibungen zur Kraftwerksstrategie für Biogas und Batteriespeicher!
Genau diese Technologieoffenheit fordert auch das Bundeskartellamt.
6. Biogas ist gegenüber Erdgas die kostengünstigere Lösung
Wissentschaftlich achgewiesen ist inzwischen, dass dieVersorgungssicherheit durch Biogas 2-3 – fach kostengünstiger ist als die geplanten Subventionen für neue Erdgaskraftwerke.
7. In Kombination mit Batteriespeichern für kurzfristige Schwankungen (Tag-/Nachtausgleich) kann Versorgungssicherheit durch erneuerbare Energien hergestellt werden!
Die von den Koalitionsparteien geplante Reduzierung der Spritsteuern ist die schlechtest mögliche Option der Entlastung!
Es fängt schon damit an, dass völlig ungesichert ist, ob die Mineralölindustrie die Steuerreduzierung weitergeben wird. Schon beim Tankrabatt war dies nicht der Fall. Und auch dieses Mal droht das Ganze zu einem Geschenk an die Mineralölindustrie zu werden.
Die Entlastung ist krass unsozial. Sie begünstigt diejenigen, die große Autos mit hohem Spritverbrauch fahren. Wer sparsam fährt, bekommt wenig, wer viel verbraucht und sich teure Autos leisten kann, bekommt viel. Wie sozial ist das denn liebe SPD?
Wer kein Auto hat, bekommt gar nichts, obwohl die mittelbare Belastung hoher Spritpreise jede und jeden trifft.
Stattdessen hätte die Stromsteuer endlich auf das Minimum gesenkt werden müssen. Das hatte die Regierungskoalition schon vor mehr als einem Jahr im Koalitionsvertrag ausdrücklich als Sofortmaßnahme (!) versprochen.
Das würde allen zugute kommen, allen Bürgerinnen und Bürgern und ebenso allen Wirtschaftsbetrieben.