Der Revierpakt für das ehemalige Braunkohlenrevier – Vergangenheit statt Zukunft

Auf Vorschlag der Kohlekommission hatten Bundesregierung und Landesregierung NRW ein Programm mit dem gewaltigen Volumen von rd. 15 Milliarden € für das ehemalige Braunkohlerevier im Rheinland beschlossen.

Mit dem am 27.4.2021 unterzeichneten Revierpakt wird aber kein Schritt in die Zukunft gemacht, sondern Vergangenes fortgeschrieben.

Zwar wird abstrakt in dem dazu gehörigen Wirtschafts- und Strukturprogramm die Absicht verkündet, mit den Fördermitteln den europäischen Green Deal vorbildlich und vorzeitig umzusetzen und „der ganzen Welt zu beweisen, daß Klimaschutz und Arbeitsplätze zusammen gehen“.

Es fehlen aber vollständig Förderkriterien, die das gewährleisten. Unabdingbar müsste doch sein, daß nur Projekte und Vorhaben gefördert werden, die uns auf dem Weg zur Klimaneutralität voranbringen.

Solche Qualitätskriterien haben die Grünen aus der Städteregion in einem Brief an die Verantwortlichen gefordert. Bisher leider vergeblich.

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So wird mit viel Steuerzahlergeld wieder Vergangenheit statt Zukunft gefördert.

Wind schlägt Kohle

Nach den jetzt bekanntgebenen Energiezahlen des Jahres 2020 haben die erneuerbaren Energien 47% des deutschen Strombedarfs geliefert. Besonders bemerkenswert: Erstmals hat die Windenergie mit 25% mehr Strom geliefert als Stein- und Braunkohle zusammen (24%).

Zu den Sorgen vor der Dunkelflaute noch eine interessante Zahl: Selbst im Januar 2021 haben die Erneuerbaren Energien insgesamt 36 % des Strombedarfs geliefert (Quelle Destatista).

Kohleverstromung rechnet sich nicht mehr. Sinnbild dafür ist das Kohlekraftwerk Moorburg. Es hat 3 Milliarden Euro. gekostet und ging erst 2015 in Betrieb. Nach nur fünf Jahren Betriebszeit hatten sich die Betreiber im letzten Jahr um eine vorzeitige schnellstmögliche Stilllegung beworben. Dem hat die Bundesnetzagentur jetzt stattgegeben.

Das wird den Kohlestromanteil in 2021 weiter senken.
Ein Gewinn für den Klimaschutz.

Parkplatzflächen der Städteregion für die Erzeugung von Solarstrom nutzen

Parkplatzflächen der Städteregion für die Erzeugung von Solarstrom nutzen 

Wir GRÜNE in der Städteregion Aachen möchten ohnehin versiegelten Parkraum mit Solar-Carports überbauen, um die Flächen zur solaren Eigenstromversorgung zu nutzen.

Dazu sollen auch Speicher eingesetzt werden.

Der Umweltausschuss der StädteRegion hat diesen Antrag am 25.2.2021 beschlossen. Ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz in der Städteregion.