{"id":647,"date":"2009-09-24T11:56:49","date_gmt":"2009-09-24T09:56:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.thomas-griese-aachen.de\/?p=647"},"modified":"2009-09-24T12:06:56","modified_gmt":"2009-09-24T10:06:56","slug":"wie-die-atomlobby-versucht-den-wahlkampf-zu-beeinflussen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.thomas-griese-aachen.de\/?p=647","title":{"rendered":"Wie die Atomlobby versucht, den Wahlkampf zu beeinflussen"},"content":{"rendered":"<p><!--StartFragment--><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><span>Der E.On-Konzern wollte diesen Wahlkampf dazu nutzen, die gesellschaftliche Mehrheit gegen die Atomkraft aufzuweichen. Wie pr\u00e4zise und umfassend dieser Plan war, zeigt ein Strategiepapier der PGRS, das jetzt bekannt wurde. Hier die interessantesten Passagen,  jeweils mit einem Kommentar:<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><em><span><strong>&#8222;St\u00f6rf\u00e4lle bei Kernkraftwerken jederzeit m\u00f6glich.&#8220;<\/strong><\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span>Sehr \u00e4rgerlich f\u00fcr die Atomkraftbef\u00fcrworter: Auch sie wissen nur zu gut um die Gefahr eines GAU. Die Ereignisse um Tschernobyl sind noch immer allen im Ged\u00e4chtnis. Anscheinend hofft man aber, das Argument unter den Teppich kehren zu k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><em><span><strong>&#8222;Schlechte Argumente der Bef\u00fcrworter&#8220;<\/strong><\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span>Die St\u00e4rken-Schw\u00e4chen-Chancen-Risiken-Analyse bringt das grunds\u00e4tzliche Problem der Atomkraftlobby auf den Punkt: Positive Effekte der Atomkraft sind d\u00fcrftig. Deshalb will sie tief in die Trickkiste greifen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><em><span>&#8222;<strong>In diesem Zusammenhang w\u00e4re eine FDP auf anschlussf\u00e4hige Impulse von au\u00dfen offen und zum Teil sogar angewiesen, um in einem Wettlauf der Konzepte und Ideen mithalten zu k\u00f6nnen.&#8220;<\/strong><\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span>Die gro\u00dfe Mehrheit der Gesellschaft bef\u00fcrwortet den Ausstieg aus der Atomkraft. Die FDP k\u00fcmmert das sichtlich wenig und versucht trotzdem gegen den Strom anzuschwimmen. Weil sich die Liberalen nicht alleine Argumente zum Ausstieg aus dem Ausstieg ausdenken k\u00f6nnen, sind sie empf\u00e4nglich f\u00fcr Hilfe von der Atomlobby.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><em><span><strong>&#8222;Die fehlende Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Entscheidung f\u00fcr Gorleben ist bis heute einer der Gr\u00fcnde, warum der Widerstand gegen den Standort so vehement ist.&#8220;<\/strong><\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span>Richtig. Da helfen auch auf politischen Druck manipulierte wissenschaftliche Ausssagen nicht. Der gleiche Mangel an Transparenz findet sich auch in Asse. \u00dcber Jahre hinweg haben die Atomkraftbef\u00fcrworter der Bev\u00f6lkerung verschwiegen, dass hochradioaktive Abf\u00e4lle und drei mal mehr Plutonium als angegeben im Salzstock gelagert werden . Diese fehlende Aufkl\u00e4rung ist keine Ausnahme, sondern hat System. Das wei\u00df auch PRGS. Eine L\u00f6sung der Endlagerfrage gibt es nirgends auf der Welt.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><em><span><strong>&#8222;Ein weiteres fragw\u00fcrdiges Beispiel osteurop\u00e4ischer Kernkraftwerkstechnik ist der Neubau des KKW Belene in Ungarn auf einem erdbebengefahrdeten Gebiet.&#8220;<\/strong><\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span>Warum auch nicht?, muss sich RWE gedacht haben, als sie sich f\u00fcr den Bau eines AKW in einem erdbebengef\u00e4hrdeten Gebiet in Ungarn entschieden. Radioaktive Strahlung macht ja bekanntlich an Landesgrenzen halt und w\u00fcrde somit keine Gefahr f\u00fcr die deutsche Bev\u00f6lkerung darstellen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><em><span>&#8222;<strong>Energiewende in der Blogosph\u00e4re; Zielgruppe: die Junge Generation der Nicht-Gorleben-Sozialisierten&#8220;<\/strong><\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span>Die Atomlobby will Jugendliche indoktrinieren, die noch nie was vom Zwischenlager Gorleben geh\u00f6rt haben. Die Anti-Atom-Demo mit mehr als 50.000 Menschen am 5. September Berlin zeigte: Darauf k\u00f6nnen sie lange warten!<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><em><span><strong>&#8222;Dennoch birgt das Thema ein hohes Risikopotential. Alte Kernkraftwerke sind in Deutschland nur unzureichend gegen\u00fcber Flugzeugeinschlagen gesch\u00fctzt.&#8220;<\/strong><\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span>Stimmt. Die alten Argumente gegen Atomkraft gelten noch immer. Und seit dem 11. September 2001 sind neue hinzugekommen. Ein Terroranschlag auf ein Atomkraftwerk h\u00e4tte fatale Auswirkungen. Ein Grund unsichere Atomkraftwerke abzuschalten? Nein, sagt sich die Atomlobby. Ja muss jede und jeder sagen, der verantwortlich an die Zukunft denkt.<\/span><\/p>\n<p><!--EndFragment--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der E.On-Konzern wollte diesen Wahlkampf dazu nutzen, die gesellschaftliche Mehrheit gegen die Atomkraft aufzuweichen. 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