{"id":1424,"date":"2014-05-14T15:34:40","date_gmt":"2014-05-14T15:34:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.thomas-griese-aachen.de\/?p=1424"},"modified":"2015-01-21T09:18:34","modified_gmt":"2015-01-21T09:18:34","slug":"oekologischer-und-oekonomischer-irrsinn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.thomas-griese-aachen.de\/?p=1424","title":{"rendered":"\u00d6KOLOGISCHER UND \u00d6KONOMISCHER IRRSINN"},"content":{"rendered":"<p><strong>Presseerkl\u00e4rung vom 2.5.2014 zur zuk\u00fcnftigen Kl\u00e4rschlammbehandlung in der Region<br \/>\n<\/strong><br \/>\nDebatte um Kl\u00e4rschlammverbrennung braucht mehr Aufkl\u00e4rung. Lobbyismus von RWE verhindert vern\u00fcnftige und wirtschaftliche L\u00f6sung. Wasserverband Eifel-Rur (WVER) sollte sich bewegen.<br \/>\n\u201eWir wollen nicht zulassen, dass RWE-Lobbyisten vern\u00fcnftige L\u00f6sungen im Sinne der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger blockieren.\u201c \u2013 Mit diesen klaren Worten bezog Dr. Thomas Griese, GR\u00dcNES Mitglied im St\u00e4dteregionstag und Staatssekret\u00e4r im Umweltministerium Rheinland-Pfalz, klare Stellung zu den Vorg\u00e4ngen rund um das Thema Kl\u00e4rschlammverbrennung in Weisweiler.<br \/>\n<strong>In einem gemeinsamen Pressegespr\u00e4ch mit Aachens Umweltdezernentin Gisela Nacken und dem ausgewiesenen D\u00fcrener Energie-Experten Oliver Krischer (stellvertr. Vorsitzender der GR\u00dcNEN Fraktion im Bundestag) kritisierten die GR\u00dcNEN im regionalen Schulterschluss heute, dass eine gute Idee erst gar nicht weiter verfolgt w\u00fcrde. Das Entsorgen von Kl\u00e4rschlamm in der M\u00fcllverbrennungsanlage (MVA) Weisweiler k\u00f6nnte direkt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Erstens w\u00e4re die Auslastung der MVA, die derzeit nicht gesichert ist, weiterhin garantiert. Die MVA k\u00f6nnte zumindest mit zwei Stra\u00dfen weiter betrieben werden. Zweitens w\u00e4re eine \u00f6kologischere und \u00f6konomischere Aufbereitung \u2013 nicht zuletzt mit Blick auf Rohstoffr\u00fcckgewinnung \u2013 m\u00f6glich. Die ist bei der derzeitigen Verbrennung des Kl\u00e4rschlamms ohne Filtertechnik im Kraftwerk Weisweiler nicht gegeben.<br \/>\nWVER muss Stellung beziehen<\/strong><br \/>\n\u201eDer WVER sollte sich bewegen und sich in dieser Frage ganz klar f\u00fcr den Weg entscheiden, den wir favorisieren\u201c, fordert Oliver Krischer und erg\u00e4nzt: \u201eDas ist eine Entscheidung auf kommunaler Ebene, die wir auch nicht aus der Hand geben sollten. Schon gar nicht, weil Konzerninteressen wie die von RWE dem entgegenstehen k\u00f6nnten.\u201c Denn RWE, so Krischer weiter, verl\u00f6re ein Millionengesch\u00e4ft, w\u00fcrde der Kl\u00e4rschlamm nicht mehr in seinem Kraftwerk in Weisweiler verbrannt. Daher w\u00fcrde hier auch massive Lobbyarbeit insbesondere von Wolfgang Spelthahn, Landrat des Kreises D\u00fcren, und Eschweilers B\u00fcrgermeister Rudolf Bertram betrieben und alles getan, damit eine Verlagerung in die MVA erst gar nicht weiter diskutiert w\u00fcrde. \u201eBeide sind im Aufsichtsrat der RWE Power AG und aus unserer Sicht somit in dieser Sache befangen\u201c, kritisiert Krischer die Lage.<br \/>\nKostenfrage stellt sich so nicht<br \/>\nDie Frage nach zus\u00e4tzlichen Kosten, die durch die Umverteilung bef\u00fcrchtet werden, beantwortet Thomas Griese wie folgt: \u201eKosten f\u00fcr die Kl\u00e4rschlammentsorgung entstehen doch sowieso, daf\u00fcr zahlen wir alle bereits heute schon. Es ist aber besser, das Geld an die eigene Entsorgungsgesellschaft zur Verminderung der Geb\u00fchrenbelastung statt an RWE zu zahlen. RWE m\u00f6chte sich aber hier auf Kosten der Bev\u00f6lkerung ein gutes Gesch\u00e4ft nicht kaputt machen lassen \u2013 und agitiert deshalb mit tatkr\u00e4ftiger Unterst\u00fctzung von einzelnen, aber einflussreichen Personen gegen das \u00f6ffentliche Interesse.\u201c<br \/>\n\u201eAltlasten\u201c sinnvoll bew\u00e4ltigen<br \/>\n<strong>\u201eWir GR\u00dcNE sind sicher nicht die gr\u00f6\u00dften Fans der MVA, wir haben uns seinerzeit massiv gegen deren Bau gewehrt\u201c, meint Umweltdezernentin Gisela Nacken. \u201eNun ist sie aber da und wir m\u00fcssen schauen, wie wir mit den \u201eS\u00fcnden der Vergangenheit\u201c am sinnvollsten umgehen. Wird die Anlage stillgelegt und zur\u00fcckgebaut, weil sie nicht ausgelastet ist, verschlingt das zum einen einen zweistelligen Millionenbetrag. Zum anderen, und das ist das Paradoxe an der Situation: Kommt das bundesweite Verbot von Kl\u00e4rschlammverbrennung in Kraftwerken \u2013 wie in dem von RWE, dann m\u00fcssen wir unseren Schlamm auch noch zum Entsorgen durch halb NRW transportieren. Das w\u00e4re ein \u00f6kologischer und \u00f6konomischer Irrsinn.\u201c<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Presseerkl\u00e4rung vom 2.5.2014 zur zuk\u00fcnftigen Kl\u00e4rschlammbehandlung in der Region Debatte um Kl\u00e4rschlammverbrennung braucht mehr Aufkl\u00e4rung. Lobbyismus von RWE verhindert vern\u00fcnftige und wirtschaftliche L\u00f6sung. 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