{"id":67,"date":"2009-02-05T12:51:11","date_gmt":"2009-02-05T10:51:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.thomas-griese-aachen.de\/?page_id=67"},"modified":"2015-01-21T09:45:23","modified_gmt":"2015-01-21T09:45:23","slug":"wahlprogramm-fur-die-stadteregion-aachen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.thomas-griese-aachen.de\/?page_id=67","title":{"rendered":"Gr\u00fcnes Wahlprogramm f\u00fcr die St\u00e4dteregion &#8211; GR\u00dcN verbindet"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.thomas-griese-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/jepg.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-196\" title=\"jepg\" src=\"http:\/\/www.thomas-griese-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/jepg.jpg\" alt=\"\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong><em>Beschlossen auf der Kreismitgliederversammlung am 26. Februar 2009 <\/em><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Einleitung<\/strong><\/p>\n<p>In der St\u00e4dteRegion Aachen haben sich die Stadt Aachen und der Kreis Aachen mit seinen neun kreisangeh\u00f6rigen Kommunen zu einer neuen Einheit zusammengeschlossen. Mit der Gr\u00fcndung der St\u00e4dteRegion entsteht eine neue politische Dimension: Nach au\u00dfen dient sie der St\u00e4rkung der Region im nationalen und internationalen Wettbewerb, nach innen wird es eine engere Zusammenarbeit zwischen den St\u00e4dten und Gemeinden geben, zum Wohle der Menschen, die hier leben.<\/p>\n<p><strong>GR\u00dcN verbindet!<\/strong><\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnen in Stadt und Kreis Aachen haben die Gr\u00fcndung der St\u00e4dteRegion von Beginn an engagiert und konstruktiv vorangetrieben. Wir fanden und finden die Idee gut und richtig und au\u00dferdem sehr reizvoll: St\u00e4dteRegion ist die Chance, die &#8220; demokratisch legitimierte &#8220;<\/p>\n<p>Zusammenarbeit und den Zusammenhalt in der Region zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Wir sind \u00fcbrigens die einzige Partei, die es geschafft hat, die St\u00e4dteRegion auch auf der Parteiebene nachzuvollziehen: Seit dem 1.1.2009 gibt es einen gemeinsamen Gr\u00fcnen Kreisverband in der St\u00e4dteRegion mit Sitz in der Franzstr. 34 in Aachen. 92 % unserer Mitglieder haben diesem Zusammenschluss zugestimmt.<\/p>\n<p>Und wir sind die einzige Partei, die derzeit sowohl im Aachener Stadtrat als auch im Aachener Kreistag an den &#8220;<\/p>\n<p>jeweils unterschiedlichen &#8211; politischen Mehrheiten beteiligt ist. Das soll auch in der St\u00e4dteRegion so sein; wir wollen mit Abstand die drittst\u00e4rkste politische Kraft bleiben. Daf\u00fcr werben wir mit unserem Programm und unseren Zielen, und mit der Option, diese Ziele in einer tragf\u00e4higen Kooperation auch umsetzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Gr\u00fcne Politik orientiert sich an vier Grundwerten: \u00d6kologie, Soziale Verantwortung, Basisdemokratie und Gewaltfreiheit. Und Gr\u00fcne haben bewiesen, dass \u00d6kologie und \u00d6konomie sich nicht gegenseitig ausschlie\u00dfen, sondern unbedingt zusammengeh\u00f6ren. Unsere politischen Ziele f\u00fcr die St\u00e4dteRegion basieren auf diesen Werten:<\/p>\n<p>\u00d6kologie zum Schutze unserer Umwelt und unserer nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen,<\/p>\n<ul>\n<li>soziale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen und<\/li>\n<li>nachhaltige Bildungs-, Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In dem nachfolgenden Programm stellen wir dar, welche Ideale uns leiten und welche gr\u00fcnen Pl\u00e4ne wir in den n\u00e4chsten Jahren konkret f\u00fcr die St\u00e4dteRegion haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zusammenarbeit ist der Kern der St\u00e4dteRegion<\/strong><\/p>\n<p>Mehr Zusammenarbeit zwischen den st\u00e4dteregionalen Kommunen ist die Zukunftsaufgabe der St\u00e4dteRegion: mehr gemeinsame Politik in den Bereichen Wirtschaft, Verkehr, Bildung, Integration oder Daseinsvorsorge stehen auf der Agenda. Es ist ein echtes Kunstst\u00fcck, bei den vorhandenen Gr\u00f6\u00dfenverh\u00e4ltnissen von den kleinen Gemeinden bis hin zur Gro\u00dfstadt die Interessen auszubalancieren. Hier brauchen wir die Bereitschaft aller Beteiligten, gemeinsame Wege zu finden und zu gehen. Wir alle werden lernen m\u00fcssen, unsere eigene Kirchturmspitze zu verlassen und auch kommunalpolitisch in gr\u00f6\u00dferen Zusammenh\u00e4ngen zu denken. Und wenn man genau hinschaut, sieht man, dass Stadt und Umland sich gegenseitig brauchen und voneinander profitieren k\u00f6nnen. Hier liegt die Riesenchance f\u00fcr die St\u00e4dteRegion, diesen wechselseitigen Nutzen auch zu nutzen.<\/p>\n<p>Mehr Zusammenarbeit zwischen der St\u00e4dteRegion und den belgischen und niederl\u00e4ndischen Nachbarn jenseits der Grenze und mit den Nachbarkreisen Heinsberg, D\u00fcren und Euskirchen ist ein weiteres Ziel. Die Zukunftsideen reichen von einer internationalen Wissensregion mit einem Verbund der Hochschulen Aachen-J\u00fclich-Maastricht-L\u00fcttich bis zu einem Internationalpark Eifel-Venn. Die Erfahrung der St\u00e4dteRegion mit grenz\u00fcberschreitender Zusammenarbeit und ihre Lage im Dreil\u00e4ndereck sind beste Voraussetzungen, die St\u00e4dteRegion zu einer starken europ\u00e4ischen Region weiterzuentwickeln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>1. \u00d6kologische St\u00e4dteRegion<\/strong><\/p>\n<p>Der drohende Klimawandel mit all seinen un\u00fcberschaubaren negativen Auswirkungen ist eines der wichtigsten Themen unserer Zeit. Aber die halbherzigen Klimaschutzabsichten der Bundesregierung oder der Europ\u00e4ischen Union sind v\u00f6llig unzureichend. Hier hilft nur ein einziges Ziel: eine Energieversorgung, die zu 100 % aus regenerativen Energiequellen gespeist wird. Nach dem Motto &#8222;Global denken &#8220; lokal handeln&#8220;<\/p>\n<p>werden wir unsere kommunalen Spielr\u00e4ume nutzen, um dieses Ziel m\u00f6glichst schnell zu erreichen.<\/p>\n<p>In einer \u00f6kologischen St\u00e4dteRegion wird <strong>aktiver Klimaschutz<\/strong> praktiziert. Das bedeutet Nutzung erneuerbarer Energien, sparsamer und effizienter Einsatz der Energie, energetische Sanierung \u00e4lterer Geb\u00e4ude, umweltfreundliche Mobilit\u00e4t mit dem Schwerpunkt \u00f6ffentlicher Bus- und Schienennahverkehr und der St\u00e4rkung des Fahrradfahrens.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die St\u00e4dteRegion wird erneuerbar<\/strong><\/p>\n<p>Die Gemeinde Simmerath geht mit gutem Beispiel voran: In Simmerath wird so viel Strom aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen, dass die Gemeinde &#8220; rechnerisch &#8220;<\/p>\n<p>autark ist. Wir wollen in der St\u00e4dteRegion diesem Beispiel folgen. Wir wollen daf\u00fcr die gesamte Bandbreite aus Sonnenenergie, Windenergie, Biomasse, Biom\u00fcll, Erdw\u00e4rme und die Kraft-W\u00e4rmekopplung nutzen.<\/p>\n<p>Die sauberste und billigste Energie ist nat\u00fcrlich immer noch die Energie, die gar nicht erst verbraucht wird. Da sehr viel Energie beim Heizen schlecht ged\u00e4mmter H\u00e4user verpulvert wird, \u00f6ffnet sich hier ein breites Handlungsfeld f\u00fcr <strong>Energiesparma\u00dfnahmen<\/strong>. Wir wollen, dass die St\u00e4dteRegion mit gutem Beispiel vorangeht und ihre eigenen Liegenschaften nachr\u00fcstet. Das sehr gut organisierte Geb\u00e4udemanagement der Stadt Aachen ist uns dabei Vorbild. Und wir wollen Anreize schaffen, dass Hauseigent\u00fcmerInnen ebenfalls in ihre Immobilien investieren und diese energetisch sanieren. Die Energieberatungsstelle und der Verein Altbau Plus unterst\u00fctzen Hausbesitzer und Bauherren in der St\u00e4dteRegion mit konkreten Beratungsangeboten. Diese Arbeit muss fortgef\u00fchrt und ausgeweitet werden. Hier wirkt \u00d6kologie auch als nicht zu untersch\u00e4tzender Wirtschaftsfaktor, denn es ist die regionale Handwerkerschaft, die diese Sanierungsma\u00dfnahmen umsetzt.<\/p>\n<p>Die <strong>Nutzung von Sonnenenergie<\/strong>, in Form von W\u00e4rme oder Strom, muss massiv ausgebaut werden. Wir Gr\u00fcne werden das F\u00f6rderprogramm des Kreises Aachen f\u00fcr den Auf- und Einbau von Sonnenkollektoren und Heizungsanlagen, die mit erneuerbaren Brennstoffen arbeiten, auch in der St\u00e4dteRegion fortsetzen. Die Errichtung von Photovoltaikanlagen wird \u00fcber das Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG gef\u00f6rdert. Nun gibt es sicher Leute, die gerne eine solche Anlage errichten m\u00f6chten, aber keine geeignete Dachfl\u00e4che haben. Und umgekehrt mag es Leute geben, die gerne ihre Dachfl\u00e4chen f\u00fcr solche Anlagen zur Verf\u00fcgung stellen wollen. F\u00fcr diese Interessenten m\u00f6chten wir einen Pool schaffen, in dem sie sich treffen k\u00f6nnen, um so mehr saubere Sonnenenergie einfangen zu k\u00f6nnen. Und auch hier gilt, dass die St\u00e4dteRegion Vorbild ist und mit ihren eigenen geeigneten Dachfl\u00e4chen die Sonnenenergie nutzt.<\/p>\n<p>Unter der \u00dcberschrift <strong>&#8222;Erdgas aus der Biotonne<\/strong>&#8220;<\/p>\n<p>haben die Gr\u00fcnen ein Projekt angesto\u00dfen, das die St\u00e4dteRegion bei der Selbstversorgung mit erneuerbaren Energien ein gro\u00dfes St\u00fcck weiterbringen wird. Gemeint ist die Errichtung dezentraler Biogasanlagen, in denen Biom\u00fcll und andere organische Reststoffe vergoren und so in Methan umgewandelt werden sollen. Dieses Gas kann gespeichert bzw. in das Erdgasnetz eingespeist werden und bedarfsabh\u00e4ngig in Blockheizkraftwerken in Strom und W\u00e4rme verwandelt werden.<\/p>\n<p>Bei diesem Projekt im Rahmen der Abfallwirtschaft geht es in erster Linie um die Verwertung von Bio- und Gr\u00fcnabf\u00e4llen, die vielerorts bereits in der Biotonne gesammelt werden. Hier schlummert ein ansehnliches Potenzial an sauberer Energie, das wir nur ausnutzen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Nutzung der <strong>Windenergie<\/strong> sind die bisher ausgewiesenen Standorte in der Region knapp geworden. Aber wir wissen auch, dass die St\u00e4dte und Gemeinden z.T. sehr zur\u00fcckhaltend geplant haben. Unser Ziel ist es, neue windg\u00fcnstige Standorte f\u00fcr Windkraftanlagen auszuweisen. Zur Steigerung des Energieertrags aus dem Wind bef\u00fcrworten wir auch den Austausch \u00e4lterer Anlagen gegen neue leistungsst\u00e4rkere Windr\u00e4der.<\/p>\n<p>Energieversorgung Teil der Daseinsvorsorge. Die <strong>kommunalen Energieversorgungsunternehmen<\/strong> enwor und STAWAG m\u00fcssen in kommunaler Hand bleiben. Direkte oder indirekte Beteiligungen der Energiemonopolisten (RWE, EON, EnBW und Vattenfall) an unseren kommunalen Energieversorgern lehnen wir ab. Unsere kommunalen Energieversorger m\u00fcssen ihre Energie langfristig zu 100 % aus erneuerbaren Quellen beziehen. Wir unterst\u00fctzen sie dabei, weitere eigene Energieerzeugungskapazit\u00e4ten aus erneuerbaren Quellen aufzubauen und sich von der Belieferung durch die Energiemonopolisten unabh\u00e4ngig zu machen.<\/p>\n<p><strong>Kraft-W\u00e4rme-Kopplung (KWK)<\/strong> ist die gleichzeitige Erzeugung und Nutzung von Strom und W\u00e4rme. Das erm\u00f6glicht Gesamt-Wirkungsgrade von bis zu 90%. Demgegen\u00fcber erreicht das &#8222;modernste Braunkohlekraftwerk der Welt&#8220; (Eigenwerbung RWE), das derzeit in Neurath bei Grevenbroich errichtet wird und in dem nur Strom erzeugt werden soll, gerade einmal einen Wirkungsgrad von 43%; das hei\u00dft, es gehen 57% der Energie als Abw\u00e4rme nutzlos verloren.<\/p>\n<p>Alle Klimaschutzstrategien gehen von einer erheblichen Steigerung des Anteils der Kraft-W\u00e4rme-Kopplung (KWK) an der Strom- und W\u00e4rmeproduktion in den kommenden Jahren aus. Die Erschlie\u00dfung dieser Potenziale ist jedoch kein Selbstl\u00e4ufer, sondern bedarf vor allem eines engagierten Einsatzes in den einzelnen Kommunen. Hierf\u00fcr wollen wir uns mit Nachdruck einsetzen und Hemmnisse f\u00fcr einen KWK-Ausbau beseitigen. Dazu geh\u00f6rt auch der verst\u00e4rkte Ausbau von Nah- und Fernw\u00e4rmenetzen.<\/p>\n<p><strong>Der Mensch wird mit zwei Beinen geboren, nicht mit vier R\u00e4dern. <\/strong><\/p>\n<p>Die nat\u00fcrliche Art der Fortbewegung des Menschen ist das Gehen und Laufen. Die Anforderungen der heutigen Zeit an die Mobilit\u00e4t der Menschen sind allerdings so gro\u00df geworden, dass viele Wege zu Fu\u00df nicht mehr zu schaffen sind. Hier sind Alternativen gefragt, die aber nicht zwangsl\u00e4ufig einen eigenen PKW voraussetzen sollten. Wir setzen uns nachdr\u00fccklich f\u00fcr einen verbesserten \u00f6ffentlichen Nahverkehr ein und wollen, dass das Fahrrad noch mehr Bedeutung als umweltfreundliches Verkehrsmittel gewinnt. Damit soll vor allem der private PKW-Verkehr und die daraus entstehenden Belastungen f\u00fcr das Klima, die Luft und die Menschen reduziert werden; daran f\u00fchrt kein Weg vorbei, wenn man es mit dem Klimaschutz ernst meint!<\/p>\n<p><strong>Den \u00f6ffentlichen Nahverkehr verbessern<\/strong><\/p>\n<p>Ein <strong>attraktiver \u00d6ffentlicher Nahverkehr<\/strong> zeichnet sich durch ein dichtes Haltestellen- und Liniennetz, komfortable Umsteigem\u00f6glichkeiten, g\u00fcnstige Tarife und einfache Bezahlweise aus; dazu geh\u00f6ren au\u00dferdem ordentliche, behindertengerechte Fahrzeuge, gute Fahrgastinformationen, P\u00fcnktlichkeit und Service.<\/p>\n<p><strong>Saubere Luft in der Stadt Aachen<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die Stadt Aachen haben die Gr\u00fcnen bereits ein umfangreiches Ma\u00dfnahmenpaket auf den Weg gebracht. Dar\u00fcber hinaus wollen die Gr\u00fcnen die &#8222;elektronische Fahrkarte&#8220; einf\u00fchren, die das Bus fahren einfach und attraktiver macht, und haben hierzu eine Konzeptentwicklung in Auftrag gegeben.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnen fordern dar\u00fcber hinaus die grundlegende \u00dcberarbeitung des Liniennetzes. Auch hierzu wird die Stadt Aachen ein Gutachten in Auftrag geben. Die Haltestellen in Aachen werden in den n\u00e4chsten zwei Jahren mit einer elektronischen Fahrgastinformation ausger\u00fcstet.<\/p>\n<p>Das R\u00fcckgrat des \u00f6ffentlichen Nahverkehrs in der St\u00e4dteRegion ist die <strong>Euregiobahn<\/strong>. Der Ausbau der Euregiobahn muss jetzt z\u00fcgig erfolgen. Die n\u00e4chsten Stufen sind der Ringschluss zwischen Alsdorf und Stolberg und die Anbindung von Merzbr\u00fcck und Avantis. Dar\u00fcber hinaus steht die Verbindung von W\u00fcrselen nach Aachen ebenso zur Debatte wie weitere Strecken und Haltepunkte im Stadtgebiet von Aachen, z.B. ein Haltepunkt Tivoli oder ein Haltepunkt Richterich. Im System Bus\/Bahn soll die Bahn den Vorrang haben. Die Buslinien m\u00fcssen entsprechend vertaktet sein und die Bahnh\u00f6fe bedienen.<\/p>\n<p>Langfristiges gr\u00fcnes Ziel ist die Schaffung einer zweiten Nord-S\u00fcd-Achse in der St\u00e4dteRegion, um auch die Stadt Baesweiler und die Eifelkommunen an den \u00f6ffentlichen Schienenverkehr anzuschlie\u00dfen. Wo es keinen Schienenverkehr gibt, m\u00fcssen regionale Schnellbuslinien die fehlenden schnellen Bahnverbindungen ersetzen.<\/p>\n<p>Beim Schienenverkehr nach D\u00fcsseldorf und K\u00f6ln muss die St\u00e4dteregion ihr ganzes Gewicht in die Waagschale werfen, damit sie besser an das <strong>Schnellbahnnetz<\/strong> der Bahn angeschlossen wird. Auch L\u00fcttich und Eindhoven sollen nach unseren Vorstellungen von Aachen aus umsteigefrei mit Expressz\u00fcgen erreichbar sein.<\/p>\n<p>In der s\u00fcdlichen St\u00e4dteRegion spielt der Schienenverkehr derzeit keine Rolle; aber nach wie vor halten wir eine <strong>Wiederbelebung der Vennbahn<\/strong> f\u00fcr zukunftsorientiert. Der Streckenabschnitt von Stolberg nach Eupen hat vor allem auch f\u00fcr den internationalen G\u00fcterverkehr eine gro\u00dfe Bedeutung, seine Wiederinbetriebnahme w\u00e4re der erste Schritt f\u00fcr eine Renaissance der Vennbahn. Auf der Strecke Raeren-Roetgen-Monschau wird zur Zeit der Vennbahnradweg als Teilst\u00fcck des Radwegs Aachen-Luxemburg geplant. Damit wird auch das Ziel erreicht, die Bahntrasse langfristig zu sichern. Wir k\u00f6nnen uns auch eine kombinierte Nutzung durch einen Radweg und eine touristische Eisenbahn vorstellen, wie sie auch in anderen Regionen erfolgreich betrieben wird.<\/p>\n<p>Wichtig ist uns auch die <strong>Vernetzung<\/strong> der verschiedenen Verkehrsmittel, z.B. durch Fahrradstationen, Fahrradmitnahmem\u00f6glichkeiten, oder Park&amp;Ride-Angebote. In den St\u00e4dten lohnt sich vielleicht sogar ein \u00f6ffentlicher Fahrradverleih, wie man ihn aus einigen Gro\u00dfst\u00e4dten schon kennt.<\/p>\n<p>Das von den Gr\u00fcnen initiierte <strong>Sch\u00fclerticket<\/strong> hat sich als absolute Erfolgsstory erwiesen; nahezu fl\u00e4chendeckend erm\u00f6glichst es den Sch\u00fclerInnen eine unabh\u00e4ngige Mobilit\u00e4t auch in der Freizeit. Beim <strong>Jobticket<\/strong> sehen wir noch reichlich Wachstumspotenzial; hier werden wir verst\u00e4rkt bei den Unternehmen f\u00fcr eine Beteiligung am Jobticket werben.<\/p>\n<p><strong>Die St\u00e4dteRegion als fahrradfreundliche Region<\/strong><\/p>\n<p>Neben dem \u00f6ffentlichen Nahverkehr geh\u00f6rt auch das Fahrradfahren zu einer umweltfreundlichen Mobilit\u00e4t dazu. Die St\u00e4dteRegion soll, so wie Stadt und Kreis Aachen bisher, das Siegel &#8222;<strong>Fahrradfreundlich<\/strong>&#8220; der &#8222;Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher St\u00e4dte und Gemeinden&#8220; tragen. Damit verbunden ist die Aufgabe, <strong>das Radwegenetz konsequent auszubauen und zu optimieren<\/strong>. Hier dr\u00e4ngt sich eine Zusammenarbeit der St\u00e4dteRegion mit ihren Kommunen auf, Hand in Hand an einer guten Fahrradinfrastruktur zu arbeiten. In Aachen ist das \u00fcberaus erfolgreiche Knotenpunktsystem zu erg\u00e4nzen, es fehlt immer noch an Radstationen, Abstellm\u00f6glichkeiten und Fahrradmitnahmem\u00f6glichkeiten. Ein zentrales &#8222;Beschwerdetelefon&#8220;<\/p>\n<p>soll den RadfahrerInnen erm\u00f6glichen, Missst\u00e4nde an Radwegen zu melden und deren Beseitigung einzufordern.<\/p>\n<p>Das Radfahren hat mittlerweile auch eine touristische, und damit eine wirtschaftliche Komponente. <strong>Radtourismus<\/strong> ist nachhaltiger, sanfter Tourismus. Ein Konzept f\u00fcr den Radtourismus in der St\u00e4dteRegion haben wir schon beantragt: Die St\u00e4dteRegion soll &#8222;erfahrbar&#8220;<\/p>\n<p>gemacht werden, attraktive Fahrradrouten sollen entwickelt und durch Hinweise auf fahrradfreundliche \u00dcbernachtungsbetriebe und Gastronomie erg\u00e4nzt werden.<\/p>\n<p>Die Einrichtung des Fahrradbusses, der im Sommerhalbjahr an den Wochenenden in die Eifel bis nach Vogelsang f\u00e4hrt, haben die Gr\u00fcnen in der Pionierzeit finanziell unterst\u00fctzt. Er ist nun ein fester Bestandteil im \u00f6ffentlichen Nahverkehr. Neue \u00fcberregionale Fahrradwege, wie der geplante Vennbahnradweg, der von uns Gr\u00fcnen vorgeschlagene Radweg Aachen-J\u00fclich oder der Bahnradweg Aachen-D\u00fcren-K\u00f6ln erschlie\u00dfen neue Potenziale im Fahrradtourismus.<\/p>\n<p>Kasten:<\/p>\n<p>Der Vennbahnradweg ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte im Tourismus, das in den kommenden Jahren verwirklicht werden soll. Entlang der stillgelegten Vennbahnstrecke von Walheim \u00fcber Raeren, Roetgen, Lammersdorf, Monschau findet dieser Weg eine Anbindung an das belgische Radwegenetz, das bis nach Luxemburg weitergef\u00fchrt werden soll. Es wird eine beispielhafte Zusammenarbeit mit der Deutschsprachigen Gemeinschaft DG in Belgien geben, die Grundlage f\u00fcr weitere Kooperationen der St\u00e4dteRegion mit dem belgischen Nachbarn sein wird.<\/p>\n<p>Wir Gr\u00fcne pflegen eine enge Zusammenarbeit mit \u00c3\u2030colo, den befreundeten belgischen Gr\u00fcnen, die sich u.a. auch beim Thema Vennbahn und Vennbahnradweg bestens bew\u00e4hrt hat.<\/p>\n<p><strong>Manchmal geht&#8217;s nicht ohne Auto<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>A<\/strong>ber deswegen braucht man nicht unbedingt eins zu besitzen. <strong>CarSharing<\/strong> ist eine sinnvolle Erg\u00e4nzung zum \u00d6PNV und wird in Aachen seit 18 Jahren sehr erfolgreich betrieben. Wir wollen CarSharing-Angebote auch in den anderen St\u00e4dten der St\u00e4dteregion und werden uns daf\u00fcr einsetzen, dass dort attraktive Stationen in den Citybereichen eingerichtet werden. Damit w\u00fcrden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Mehr Menschen k\u00f6nnten ohne eigenes Auto auskommen, gleichzeitig nimmt der Parkplatzbedarf in den Innenst\u00e4dten ab, denn jedes CarSharing-Auto ersetzt mindestens f\u00fcnf Privatwagen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Unsinnige Stra\u00dfenbauprojekte verhindern<\/strong><\/p>\n<p>In den Landes- und Bundesverkehrswegeplanungen sind eine Menge unsinniger Stra\u00dfenbauprojekte aufgef\u00fchrt, die wir verhindern wollen. Beispielhaft zu nennen ist der Bau der B 258n, der in der Eifel drei Ortsumgehungen vorsieht und im Nordkreis ein neues Stra\u00dfenteilst\u00fcck bin an die niederl\u00e4ndische Grenze. Das Geld, das f\u00fcr den Bau dieser \u00fcberfl\u00fcssigen Stra\u00dfen vorgesehen ist, sollte besser in eine Optimierung der bestehenden Ortsdurchfahrten und in den Ausbau von Schieneninfrastruktur und \u00f6ffentlichem Nahverkehr investiert werden, denn das sind sinnvolle, zukunftsf\u00e4hige Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p><strong>Zur\u00fcck zur Natur<\/strong><\/p>\n<p>\u00d6kologie? Hei\u00dft das etwa: Zur\u00fcck zur Natur? Wir sagen Ja. \u00d6kologie ist auch ein Schritt zur\u00fcck in die Natur. Die Natur ist unsere Lebensgrundlage, und die Menschheit ist schon seit einer geraumen Weile dabei, diese Grundlage r\u00fccksichtslos zu zerst\u00f6ren. Deshalb ist der Natur- und Landschaftsschutz auch ein Schwerpunkt unserer Politik.<\/p>\n<p>Fl\u00e4chendeckende Landschaftsplanung, die F\u00f6rderung \u00f6kologischer Landwirtschaft, vermehrte Umweltbildung und der Unterhalt einer Biologischen Station sind dabei wichtige Instrumente.<\/p>\n<p><strong>Naturraum St\u00e4dteRegion &#8222;<\/strong><\/p>\n<p><strong> Vielfalt von Nord bis S\u00fcd<\/strong><\/p>\n<p>Die Bach- und Flusst\u00e4ler im Norden und Osten der Region, zahlreiche Obstwiesen und die als Naturschutzgebiete ausgewiesenen Bergbauhalden, die schwermetallhaltigen B\u00f6den im Raum Stolberg, ein abwechslungsreicher Gr\u00fcng\u00fcrtel um das Stadtgebiet Aachen, nicht zuletzt das Hohe Venn und die Eifel mit ihrem Nationalpark: Das Gebiet der St\u00e4dteRegion birgt mit seiner Vielfalt an Natur- und Landschaftsschutzgebieten, mit einer reichhaltiger Tier- und Pflanzenwelt einen nicht ersetzbaren wertvollen Schatz, der dar\u00fcber hinaus den hier lebenden Menschen Naherholung bietet.<\/p>\n<p>Sowohl die Stadt Aachen als auch der Kreis Aachen haben hier bereits viel gute Arbeit im Rahmen der Landschaftsplanung geleistet. Diese Landschaftsplanung ist zuk\u00fcnftig sowohl innerhalb der neuen St\u00e4dteRegion als auch grenz\u00fcberschreitend mit Belgien und den Niederlanden so aufeinander abzustimmen, dass dieser einmalige und vielf\u00e4ltige Naturraum, dieses wertvolle Naherholungsgebiet, vor Zersiedlung bzw. Zerschneidung gesch\u00fctzt wird.<\/p>\n<p><strong>Der Nationalpark Eifel \u00fcberschreitet die Grenze<\/strong><\/p>\n<p>Der Nationalpark Eifel ist vor einigen Jahren ma\u00dfgeblich von Gr\u00fcnen initiiert worden. Darauf sind wir sehr stolz. Der Nationalpark ist eine gro\u00dfe Chance f\u00fcr die Region, aber er ist auch eine gro\u00dfe Chance f\u00fcr die Natur. Denn per Gesetz sind mindestens 75 % der Fl\u00e4che ausschlie\u00dflich einer nat\u00fcrlichen Entwicklung ohne menschliche Eingriffe vorbehalten. Dadurch entstehen Interessenskonflikte, die durch die Lage des ehemaligen NS-Ausbildungslagers Vogelsang mitten im Nationalpark noch versch\u00e4rft werden.<\/p>\n<p>Unser Gr\u00fcnes Ziel ist, dem Naturschutz den Vorrang einzur\u00e4umen und dennoch den Tourismus zu f\u00f6rdern:<\/p>\n<p>Statt neuer autobahn\u00e4hnlicher Stra\u00dfen zum Nationalpark fordern wir, die Erreichbarkeit der touristischen Ziele mit dem \u00f6ffentlichen Nahverkehr zu verbessern.<\/p>\n<p>Statt eines dichten Wanderwegenetzes wollen wir gelenktes Naturerleben und Umweltbildung.<\/p>\n<p>Statt eines neuen Riesenhotels mit Golfplatz auf Vogelsang w\u00fcnschen wir einen Ausbau der Gastronomie und des \u00dcbernachtungsgewerbes in den umliegenden St\u00e4dten und Gemeinden. Die Nutzung von Vogelsang muss unbedingt nationalparkvertr\u00e4glich gestaltet werden.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens, Natur macht nicht an Grenzen halt! Wir Gr\u00fcne wollen, gemeinsamen mit unseren belgischen Parteifreunden von Ecolo, dass der Nationalpark Eifel \u00fcber die Grenze hinaus nach Belgien erweitert wird. Denn auch dort gibt es hochwertige, nationalparkw\u00fcrdige Naturgebiete wie z.B. das Hohe Venn oder den milit\u00e4rischen \u00dcbungsschie\u00dfplatz in Elsenborn. F\u00fcr die St\u00e4dteRegion, die sich neben der engeren Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kreis Aachen auch eine Kooperation mit den belgischen und niederl\u00e4ndischen Nachbarn auf die Fahnen geschrieben hat, ist der Internationalpark Eifel-Venn eine spannende und viel versprechende Herausforderung.<\/p>\n<p><strong>Vogelsang, ein Lehrst\u00fcck deutscher Geschichte<\/strong><\/p>\n<p>Seitdem vor einigen Jahren feststand, dass die Belgier Vogelsang an Deutschland zur\u00fcckgeben w\u00fcrden, machten sich viele Menschen Gedanken dar\u00fcber, wie das Gel\u00e4nde k\u00fcnftig genutzt werden soll. Zahlreiche Ideen wurden geboren und wieder verworfen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Gr\u00fcnen ist klar, dass die ehemalige nationalsozialistische Kaderschmiede Vogelsang kein touristischer Rummelplatz werden soll, sondern dass sie Mahnmal und Bildungsst\u00e4tte mit dem Schwerpunkt Nationalsozialismus, und dass sie Zentrum des Nationalparks werden soll. Daf\u00fcr, und nicht f\u00fcr andere Zwecke m\u00fcssen die Euregionale-Mittel eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Vogelsang ist ein Ort, an dem die Nazis ihren Gr\u00f6\u00dfenwahn auch architektonisch zu Schau gestellt haben. Etliche bauliche und gestalterische Details unterstreichen dort die \u00fcbersteigerten nationalsozialistischen Vorstellungen vom deutschen, vom germanischen &#8222;Helden&#8220;<\/p>\n<p>; und genau solche sollten dort auch ausgebildet werden. So ist schon der Ort selbst ein wertvolles Lehrst\u00fcck. In Verbindung mit den sehenswerten Ausstellungen, die dort pr\u00e4sentiert werden, ist Vogelsang ein wichtiger Lernort deutscher Geschichte.<\/p>\n<p><strong>\u00d6kologische und regionale Landwirtschaft <\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Landwirtschaft ist kein unmittelbares Handlungsfeld der St\u00e4dteRegion, aber als Gr\u00fcne ist es uns wichtig, auch den Biobauern Wirtschaftsf\u00f6rderung zuteil werden zu lassen. So konnten wir in der letzten Legislaturperiode die Einrichtung einer mobilen Molkerei und K\u00e4serei auf den Weg bringen, die den Biobauern bei der Weiterverarbeitung und Vermarktung ihrer Produkte helfen soll.<\/p>\n<p>Die \u00f6kologische Landwirtschaft mit ihrer gesunden und nachhaltigen Wirtschaftsweise ist f\u00fcr uns unmittelbar mit dem Umwelt- und Naturschutzgedanken verbunden. Die Produktion gift- und gentechnikfreier Lebensmittel wird f\u00fcr die Menschen immer existenzieller, schlie\u00dflich kann man heute kaum noch eine Weintraube oder eine Paprika aus konventioneller Herstellung mit Genuss verzehren. Wir fordern zudem, dass die St\u00e4dteRegion frei von gentechnisch ver\u00e4nderten Pflanzen bleibt.<\/p>\n<p>Die Einf\u00fchrung der Regionalmarke Eifel war ein wichtiger Schritt zur St\u00e4rkung der regionalen Landwirtschaft und Wirtschaft in der Eifel. Im Gebiet der St\u00e4dteRegion gibt es erst wenige Anbieter und Produzenten. Dies m\u00f6chten wir \u00e4ndern, die Qualit\u00e4tsmarke &#8222;Eifel&#8220;<\/p>\n<p>soll sich auch bei uns durchsetzen.<\/p>\n<p><strong>\u00d6kologische Abfallwirtschaft<\/strong><\/p>\n<p>Wir fordern f\u00fcr die St\u00e4dteRegion eine \u00f6kologisch orientierte Abfallwirtschaft. Vorrang vor der Verbrennung hat in jedem Fall die Abfalltrennung und die Wiederverwertung. Alles was nicht wiederverwertet werden kann, soll in der Region entsorgt werden, ohne weite Transportwege. M\u00fcllimporte \u00fcber gro\u00dfe Entfernungen, insbesondere weitere M\u00fcllimporte aus Italien, lehnen wir ab. F\u00fcr den anfallenden Biom\u00fcll liegt die beste Nutzung in Biogasanlagen; hierbei wird in Form von Methangas ein wertvoller Brennstoff gewonnen, der f\u00fcr die Erzeugung von Strom und W\u00e4rme genutzt werden kann.<\/p>\n<p>Wer viel M\u00fcll produziert, muss auch viel bezahlen. Deshalb m\u00fcssen die Geb\u00fchrensysteme der Abfallwirtschaft Aachen (AWA) und des Zweckverbands Entsorgung West (ZEW) Anreize zur Vermeidung von teurem Verbrennungsm\u00fcll und zur besseren Trennung und Verwertung schaffen.<\/p>\n<p><strong>2. Weltoffene und soziale Gesellschaft in der St\u00e4dteRegion<\/strong><\/p>\n<p>Die St\u00e4dteRegion ist f\u00fcr alle Menschen da, die hier leben. Aber wir Gr\u00fcne legen Wert darauf, dass sich die St\u00e4dteRegion besonders f\u00fcr die Menschen einsetzt, die &#8220;<\/p>\n<p>in welcher Form auch immer &#8211; benachteiligt sind. Seien es Menschen mit Behinderungen, seien es Migrantenkinder, Frauen, die von Gewalt bedroht sind, oder Familien, die in Armut leben.<\/p>\n<p>Politik kann nicht alle menschlichen Benachteiligungen beseitigen. Aber sie arbeitet &#8220;<\/p>\n<p>gemeinsam mit Vereinen, Wohlfahrtsverb\u00e4nden und ehrenamtlich t\u00e4tigen Menschen &#8211; an einer st\u00e4ndigen Verbesserung der Lebensbedingungen und an der Integration gerade auch der Betroffenen.<\/p>\n<p>Die Liste der benachteiligten und ausgegrenzten gesellschaftlichen Gruppen ist nach wie vor lang; entsprechend vielf\u00e4ltig sind die sozialen Aufgaben der St\u00e4dteRegion. Sie unterh\u00e4lt eine sehr breit gef\u00e4cherte Beratungslandschaft, die allen, die es brauchen, Beratung und Hilfen anbietet. Es ist ein dichtes soziales Netz vorhanden. Im Rahmen der finanziellen M\u00f6glichkeiten der Kommunen und der St\u00e4dteRegion wollen wir das Angebot der freien Tr\u00e4ger weiter st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Gesellschaftspolitik ist f\u00fcr uns Gr\u00fcne mehr als Sozialpolitik. Das menschliche Miteinander, das gesellschaftliche Klima, wird aus vielen Quellen gespeist. Auch die St\u00e4dteRegion tr\u00e4gt mit ihren Initiativen und mit ihren kulturellen Angeboten dazu bei. Wir m\u00f6chten die guten Ans\u00e4tze beibehalten und neue Ideen verwirklichen, um eine tolerante, weltoffene und menschenfreundliche St\u00e4dteRegion zu werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Soziale St\u00e4dteRegion<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kinderarmut verhindern &#8211; Familien st\u00e4rken<\/strong><\/p>\n<p>Es ist unertr\u00e4glich, wenn Kinder hungrig zu Schule gehen und keine Hefte oder Stifte haben. Das sind denkbar schlechte Voraussetzungen f\u00fcr eine erfolgreiche Schulbildung.<\/p>\n<p>Eine kostenlose warme Mahlzeit in Kita oder Schule, fl\u00e4chendeckende Ganztagsschulen und eine Bereitstellung der notwendigen Unterrichtsmaterialien verbessern nicht nur die Lernvoraussetzungen f\u00fcr unsere Kinder, sie gleichen auch einen Teil der h\u00e4uslichen Lebensdefizite aus. Wir fordern, dass alle Kinder die M\u00f6glichkeit bekommen, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und wir bezweifeln, dass eine Erm\u00e4\u00dfigung der Eintrittspreise \u00fcber die Familienkarte daf\u00fcr ausreichend ist.<\/p>\n<p>Wir Gr\u00fcne fordern die Anpassung der Regels\u00e4tze beim Arbeitslosengeld II (Hartz IV). Dar\u00fcber hinaus ist es aus unserer Sicht ein Skandal, dass Kinder, deren Eltern Arbeitslosengeld II beziehen, das Kindergeld nach wie vor auf die ohnehin niedrigen Leistungen angerechnet bekommen. W\u00e4hrend die Freibetr\u00e4ge f\u00fcr die Kinder Besserverdienender deutlich steigen bekommen diejenigen, die es wirklich n\u00f6tig haben, kein Kindergeld. Wir Gr\u00fcne fordern die Einf\u00fchrung einer Kindergrundsicherung und die Einf\u00fchrung eines gesetzlichen Mindestlohns.<\/p>\n<p>Aber diese gr\u00fcnen Forderungen werden nicht in der St\u00e4dteRegion entschieden sondern vom Bundestag. Wir hier in den Kommunen k\u00f6nnen nur versuchen, die Folgen der Armut abzufedern und die betroffenen Familien bestm\u00f6glich zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Vorausschauende Sozialentwicklung<\/strong><\/p>\n<p>Auf einen gr\u00fcnen Antrag hin wurde bereits im vergangenen Jahr beschlossen, f\u00fcr die St\u00e4dteRegion einen Sozialentwicklungsplan aufzustellen. Dieses Konzept soll die soziale Lage der Bev\u00f6lkerung beobachten und auf besondere Probleme aufmerksam machen, damit hier rechtzeitig entgegengewirkt werden kann. Ein vorausschauender Blick wird uns helfen auch k\u00fcnftig unserer sozialen Verantwortung gerecht zu werden.<\/p>\n<p>Der regionale Sozialentwicklungsplan soll an die bereits bestehenden Sozialberichte ankn\u00fcpfen und in enger Abstimmung mit den regionsangeh\u00f6rigen Kommunen und den Wohlfahrtsverb\u00e4nden erarbeitet werden. Dabei sind besonders die unterschiedlichen Lebensr\u00e4ume in der St\u00e4dteRegion zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Altenpflege weiterentwickeln<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die St\u00e4dteRegion unterh\u00e4lt in W\u00fcrselen eine eigene Ausbildungsst\u00e4tte f\u00fcr die Altenpflege. Es ze\u00c3\u00adchnet sich jetzt schon ab, dass &#8211; angesichts der demografischen Entwicklung &#8211; unseren Pflegeheimen und Pflegediensten bald die Fachkr\u00e4fte fehlen werden. Daher sind wir bem\u00fcht, die Ausbildungsangebote des Altenpflegeseminars auszubauen und an den aktuellen Bedarf anzupassen.<\/p>\n<p>Altenpflege ist nicht nur quantitativ ein Wachstumsmarkt, auch die Qualit\u00e4t ist verbesserungsw\u00fcrdig und verbesserungsf\u00e4hig; die Qualit\u00e4t muss mit den gesellschaftlichen Anforderungen wachsen. Ein Beispiel: Im Jahr 2006 haben wir Gr\u00fcnen ein Forschungsprojekt im Amt f\u00fcr Altenarbeit des Kreises Aachen angesto\u00dfen: Das &#8222;Projekt zur Reduzierung k\u00f6rpernaher Fixierung&#8220; sollte Wege aufzeigen, um die so genannte &#8222;k\u00f6rpernahe Fixierung&#8220;<\/p>\n<p>von Demenzkranken, die z.T. menschenunw\u00fcrdig und unrechtm\u00e4\u00dfig praktiziert wird, zu verringern. Unser n\u00e4chstes Projekt wird die Einf\u00fchrung einer integrativen Pflegeausbildung sein, bei der Altenpflege und Krankenpflege miteinander verkn\u00fcpft werden. Denn es gibt oft Situationen, wo Kenntnisse aus beiden Pflegebereichen vorhanden sein m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Alter und Tod geh\u00f6ren zum Leben. Medizinischer Fortschritt, Weiterentwicklungen in der Palliativmedizin und die immer wieder gef\u00fchrten Diskussionen um die Sterbehilfe haben den Umgang mit dem Tod und dem Sterben stark ver\u00e4ndert. In der Altenpflege und -betreuung werden die Menschen sehr h\u00e4ufig mit dem Sterben konfrontiert, aber nicht immer stehen Hospizdienste zur Verf\u00fcgung, die sich um die Sterbenden k\u00fcmmern k\u00f6nnen. Doch Sterbebegleitung will gelernt sein. Deshalb sollten alle in der Altenhilfe t\u00e4tigen Menschen zu diesem Thema besonders geschult werden. Die wichtige Arbeit der Hospizdienste und der Servicestelle Hospiz verdient unsere volle Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p><strong>Weltoffene und tolerante St\u00e4dteRegion<\/strong><\/p>\n<p><strong>Politische Teilhabe f\u00fcr alle<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die St\u00e4dteRegion pr\u00e4sentiert sich als weltoffene, tolerante Region. Hier leben Menschen aus als 160 L\u00e4ndern der Welt, und das \u00dcberschreiten von Landesgrenzen ist hier im Dreil\u00e4ndereck f\u00fcr viele selbstverst\u00e4ndlich. Nicht selbstverst\u00e4ndlich ist, dass, wer hier wohnt, auch hier w\u00e4hlen darf. Wir fordern ein kommunales Wahlrecht f\u00fcr alle hier lebenden Menschen, unabh\u00e4ngig von ihrem Pass.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Interkulturelle Kompetenz f\u00f6rdern<\/strong><\/p>\n<p>Es ist nicht selbstverst\u00e4ndlich, dass alle Menschen sich vertragen und sich gegenseitig respektieren. Oft f\u00fchren Unwissenheit und Vorurteile zu Spannungen, Hass oder Gewalt. Dagegen hilft nur mehr interkulturelle Kompetenz bei allen Menschen: mehr Wissen \u00fcber die &#8222;Anderen&#8220;, mehr Verst\u00e4ndnis, Respekt und Wertsch\u00e4tzung des &#8222;Fremden&#8220;<\/p>\n<p>. Hier gibt es unbestritten einen gro\u00dfen Nachholbedarf, quer durch alle Generationen. Wir wollen au\u00dferschulische Lernorte schaffen und konkrete Angebote erarbeiten, um interkulturelle Kompetenz zu lernen. Dies ist einer der wichtigsten Bausteine in der Integrationsdebatte. Wir verstehen Integration als einen dynamischen Prozess des gegenseitigen Austauschs mit dem Ziel, etwas Neues zu schaffen, eine neue Kultur, die allen gerecht wird.<\/p>\n<p><strong>Chancengleichheit f\u00fcr MigrantInnen<\/strong><\/p>\n<p>Die Statistiken zeigen uns, dass viele zugewanderten Menschen nicht die gleichen Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe bekommen wie die einheimische Bev\u00f6lkerung. Benachteiligungen in der Schulbildung und auf dem Arbeitsmarkt sind zwei deutliche Beispiele. Die Verwaltung der St\u00e4dteRegion muss hier mit gutem Beispiel vorangehen und selber mehr Menschen ausl\u00e4ndischer Herkunft ausbilden und besch\u00e4ftigen. Sie soll ihre MitarbeiterInnen in interkultureller Kompetenz fortbilden und die Integration als Querschnittsaufgabe verankern. Mit dem Beitritt zur &#8222;Charta der Vielfalt&#8220;<\/p>\n<p>bekennt sich die St\u00e4dteRegion zu Fairness und Wertsch\u00e4tzung der Menschen in ihrer Verwaltung.<\/p>\n<p>Die St\u00e4dteregion wird f\u00fcr das Ausl\u00e4nderrecht zust\u00e4ndig sein. Wir Gr\u00fcne werden uns &#8220; trotz ungerechter und teilweise diskriminierender Bundesgesetzgebung &#8220;<\/p>\n<p>f\u00fcr einen humanen, menschenw\u00fcrdigen Vollzug einsetzen.<\/p>\n<p><strong>Sprachenvielfalt statt babylonisches Sprachengewirr<\/strong><\/p>\n<p>Wo so viele Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen leben, werden auch viele Sprachen gesprochen. Dies empfinden wir als einen besonderen zus\u00e4tzlichen Wert, den wir erhalten wollen. Deshalb fordern wir muttersprachlichen Unterricht genauso wie das Erlernen der Sprachen unserer unmittelbaren Nachbarn, Niederl\u00e4ndisch und Franz\u00f6sisch, oder T\u00fcrkisch und Russisch als Zweitsprache. Aber wir wissen auch, dass die Beherrschung der deutschen Sprache eine entscheidende Voraussetzung f\u00fcr den Erfolg in Bildung und Beruf darstellt und deshalb so fr\u00fch wie m\u00f6glich gef\u00f6rdert werden muss.<\/p>\n<p><strong>Wehret den Anf\u00e4ngen<\/strong><\/p>\n<p>Wir beobachten in der letzten Zeit mit Sorge eine starke Zunahme rechtsradikaler Tendenzen und ausl\u00e4nderfeindlicher Aktivit\u00e4ten in der St\u00e4dteRegion. Hier ist in gro\u00dfem Stil Aufkl\u00e4rungs- und Bildungsarbeit gefordert. Junge Menschen m\u00fcssen \u00fcber unsere Geschichte informiert werden, um sich \u00fcber die Gefahren, die von den Neonazis drohen, klar zu werden. Aber die wichtigste gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist sicherlich, den Menschen zu einer klaren Lebensperspektive zu verhelfen, denn das sch\u00fctzt sie am besten vor den braunen Rattenf\u00e4ngern.<\/p>\n<p>Mit den Projekten &#8222;Miteinander im Kreis Aachen\u00e2\u20ac\u00a6&#8220; und &#8222;Demokratie st\u00e4rken &#8220; f\u00fcr Vielfalt und Toleranz in der St\u00e4dteRegion&#8220;<\/p>\n<p>werden modellhafte Initiativen gef\u00f6rdert und Veranstaltungen durchgef\u00fchrt, die aktive und nachhaltige Aufkl\u00e4rungsarbeit leisten und damit ihre TeilnehmerInnen f\u00fcr Toleranz und Demokratieverst\u00e4ndnis sensibilisieren. Diese Anstrengungen werden wir weiter f\u00fchren verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kinder sind willkommen!<\/strong><\/p>\n<p>Familienfreundlichkeit ist ein Schl\u00fcsselwort, das wahrscheinlich in den Wahlprogrammen aller Parteien auftauchen wird. Kinder bereichern das Leben. Sie erinnern uns Erwachsene immer wieder daran, dass wir auch mal Kinder waren und wie wir gedacht und gef\u00fchlt haben. Kinder wollen spielen, toben, auf B\u00e4ume klettern und Staud\u00e4mme im Bach bauen, sie wollen lernen und sich entfalten, und sie wollen auch morgen noch auf dieser Welt leben k\u00f6nnen. Das macht sie zu einem starken Motor f\u00fcr uns, mit unserer Welt sorgsam umzugehen.<\/p>\n<p>An der Kinder- und Familienfreundlichkeit unserer Gesellschaft wird an vielen Stellen gearbeitet. Aktuell ist die Einrichtung von Betreuungspl\u00e4tzen f\u00fcr Kinder unter drei Jahren. Wir setzen uns f\u00fcr den bedarfsgerechten Ausbau von U3-Pl\u00e4tzen ein. Aber die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist mehr als nur eine Frage der Betreuungspl\u00e4tze f\u00fcr die Kinder, sondern sie hat auch mit der Rolle der V\u00e4ter und mit der Akzeptanz im Betrieb und bei den Kollegen zu tun. Wir sorgen daf\u00fcr, dass Stadtplanung und Verkehrsplanung die besonderen Belange der Kinder ber\u00fccksichtigen, damit kinderfreundliche Quartiere entstehen, mit Spielpl\u00e4tzen, Sportanlagen und anderen Freizeitangeboten. Und Kinder brauchen eine Chance auf Bildung und auf F\u00f6rderung ihrer Begabungen. Hier gibt es eine riesigen Reformbedarf in der Schulpolitik des Landes\u00e2\u20ac\u00a6<\/p>\n<p>Die heutigen Lebensbedingungen \u00fcberfordern viele Familien bei der Versorgung und Erziehung ihrer Kinder. Die Jugend\u00e4mter und ihr politisches Pendant, die Jugendhilfeaussch\u00fcsse, haben hier eine sehr verantwortungsvolle Funktion. Sie schaffen Angebote, die die Familien bei ihren Aufgaben unterst\u00fctzen sollen: Sie sorgen f\u00fcr Betreuungsm\u00f6glichkeiten, sie bieten verschiedene Hilfen zur Erziehung an und sie unterst\u00fctzen Vereine und Verb\u00e4nde bei der Kinder- und Jugendarbeit und der Familienbildung. Eine verst\u00e4rkte Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe kann die Hilfen noch wirkungsvoller an die Jugendlichen und die Familien herantragen.<\/p>\n<p>Wir Gr\u00fcnen nehmen die Aufgabe, ein kinderfreundliches Klima in der Gesellschaft zu schaffen, sehr ernst. Das gilt f\u00fcr alle politischen Ebenen, von der Kommune \u00fcber das Land bis hin zur Bundespolitik, genauso wie f\u00fcr unser individuelles pers\u00f6nliches und gesellschaftliches Engagement.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Gesellschaftliche Kultur in der St\u00e4dteRegion<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mehr Gelegenheiten f\u00fcr Jugendkultur<\/strong><\/p>\n<p>Wir wollen Jugendlichen eine Perspektive geben. Die Besch\u00e4ftigung mit Kultur, mit Musik, Tanz, Theater und Kunst, ist sinnstiftend und gibt gleichzeitig eine M\u00f6glichkeit sich selbst Ausdruck zu verleihen. Dieser k\u00fcnstlerische Ausdruck braucht B\u00fchnen, braucht Orte, wo er stattfinden kann. Wir wollen es uns zur Aufgabe machen, mehr solcher Orte anzubieten.<\/p>\n<p><strong>Generation Jugend &#8222;<\/strong><\/p>\n<p><strong> Du hast die Wahl<\/strong><\/p>\n<p>Das Projekt &#8222;Generation Jugend&#8220; hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit dem Bild der Jugendlichen in der Gesellschaft und mit ihrem ehrenamtlichen Engagement befasst. Nun ist es in die zweite Runde gestartet: Unter dem Titel &#8222;Du hast die Wahl&#8220; gibt es viele Angebote zum Thema Demokratie und Wahlen, speziell aber auch zum Thema Rechtsextremismus. &#8222;Generation Jugend&#8220;<\/p>\n<p>ist eine gemeinsame Kampagne aller Jugend\u00e4mter in Stadt und Kreis Aachen und damit ein Musterbeispiel f\u00fcr die freiwillige Zusammenarbeit der St\u00e4dte und Gemeinden in der St\u00e4dteRegion.<\/p>\n<p><strong>Greta &#8222;<\/strong><\/p>\n<p><strong> Kinder- und Jugendtheater am Grenzlandtheater<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Greta&#8220;<\/p>\n<p>wurde vor einigen Jahren ins Leben gerufen und daraus hat sich eine \u00fcberaus erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Grenzlandtheater und einigen Schulen in der St\u00e4dteRegion entwickelt. Das Interesse bei den Kindern und Jugendlichen ist gro\u00df, das Interesse bei den Schulen ist gro\u00df; das bedeutet: Greta ist ausbauf\u00e4hig. Dieses Kinder- und Jugendtheater ist eine wichtige Institution, um jungen Menschen Kultur nahe zu bringen. Wir werden Greta dabei helfen zu wachsen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>B\u00fcrgerschaftliches Engagement ist unverzichtbar<\/strong><\/p>\n<p>Jeder vierte Mensch in der St\u00e4dteRegion engagiert sich ehrenamtlich. Es gibt viele Formen b\u00fcrgerschaftlichen Engagements, in Sportvereinen oder bei Nachbarschaftshilfen, in den Schulen, sozialen Einrichtungen, bei der Freiwilligen Feuerwehr oder den Rettungsdiensten, in der Jugend- oder Kirchenarbeit, im Naturschutz oder im Gesundheitswesen. Diese Liste ist sicher nicht vollst\u00e4ndig, aber eines eint sie alle: das Ehrenamt ist eine der tragenden S\u00e4ulen unserer Gesellschaft, ohne die das soziale Miteinander wohl so nicht funktionieren w\u00fcrde. Uns ist bewusst, dass es f\u00fcr viele Menschen schwierig ist ihr Ehrenamt auszu\u00fcben. Als Beispiel sind da die vielen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren zu nennen, die es sich nicht aussuchen k\u00f6nnen, wann sie gerade helfen m\u00fcssen. Alarmierungen kommen zu Schlafenszeit oder zu Zeiten zu denen man seinem Beruf nachgeht. Leider haben Arbeitgeber immer weniger Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Fehlzeiten ihrer Mitarbeiter.<\/p>\n<p>Wer sich freiwillig und uneigenn\u00fctzig engagiert, verdient Anerkennung und Respekt. Die Gr\u00fcnen m\u00f6chten sich nicht nur mit Worten bei den vielen Ehrenamtlern f\u00fcr ihr Engagement bedanken. Wir werden uns daf\u00fcr einsetzen, dass sich die St\u00e4dteregion Aachen an dem NRW-Projekt &#8222;Ehrenamtskarte&#8220; beteiligt. Gegen Vorlage dieser Karte gew\u00e4hren Gemeinden, Unternehmen und gemeinn\u00fctzige Organisationen Erm\u00e4\u00dfigungen oder die Teilnahme an besonderen Veranstaltungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>3. Wirtschaft, Arbeitsf\u00f6rderung und Bildung in der St\u00e4dteRegion<\/strong><\/p>\n<p>Dieses Kapitel befasst sich mit den Themen &#8222;lebenslanges Lernen&#8220;<\/p>\n<p>, Arbeiten und Wirtschaften. Wir Gr\u00fcne sorgen daf\u00fcr, dass das Prinzip der Nachhaltigkeit, der Zukunftsf\u00e4higkeit, auch in diese Bereiche Eingang findet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Lebenslanges Lernen<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir alle wissen inzwischen, wie pr\u00e4gend die ersten Jahre eines Kindes f\u00fcr seine weitere Entwicklung sind. Nachhaltige Bildung f\u00e4ngt hier an, in der Familie und im Kindergarten. Sie findet ihre Fortsetzung in der Schule, dann in der Berufsausbildung oder dem Studium. Und auch dann ist das Lernen noch nicht vorbei, denn die Schnelllebigkeit unserer Zeit fordert von den Berufst\u00e4tigen ein hohes Ma\u00df an Flexibilit\u00e4t und damit auch an Fort- und Weiterbildung. Kaum ein Mensch wird heutzutage in seinem Leben nur in einem einzigen Beruf arbeiten. Wenn lebenslanges Lernen erforderlich ist, m\u00fcssen wir es auch erm\u00f6glichen. Wir erwarten vom Bildungsb\u00fcro der St\u00e4dteRegion, das im vergangenen Jahr seine Arbeit aufgenommen hat, die Vernetzung und Weiterentwicklung der vorhandenen Bildungslandschaft. Und wir fordern, dass diese f\u00fcr alle zug\u00e4nglich ist.<\/p>\n<p><strong>Bildung gratis<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In unserem gr\u00fcnen Grundverst\u00e4ndnis muss Bildung kostenlos angeboten werden, damit nicht die finanziellen M\u00f6glichkeiten einer Familie \u00fcber die Ausbildung der Kinder entscheiden. Das sollte mindestens f\u00fcr die \u00f6ffentlichen Einrichtungen wie Kinderg\u00e4rten, Schulen und Hochschulen gelten, das ist unser Ziel. Das ist von den St\u00e4dten alleine allerdings nicht leistbar. Die Umsetzung scheitert &#8220; wie so oft &#8220;<\/p>\n<p>an Landes- und Bundesgesetzen. Die Einf\u00fchrung der Studiengeb\u00fchren durch die schwarz-gelbe Landesregierung war aus gr\u00fcner Sicht eindeutig ein R\u00fcckschritt, und auch bei den Kindergartenbeitr\u00e4gen l\u00e4sst das Land die Kommunen alleine. Allein aus der j\u00fcngst beschlossenen Kindergelderh\u00f6hung um 10 Euro lie\u00dfen sich komplett beitragsfreie Kinderg\u00e4rten finanzieren. Damit w\u00e4re auch sichergestellt, dass das Geld da ankommt, wo es hin soll, n\u00e4mlich bei den Kindern.<\/p>\n<p>All<strong>en eine Chance geben <\/strong><\/p>\n<p>Einmal erworbene F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten stellen f\u00fcr alle Menschen einen Schatz dar, auf den sie ihr ganzes Leben lang zur\u00fcckgreifen. Die Entfaltung der inneren M\u00f6glichkeiten jedes Menschen gelingt besser, wenn seine Ausbildung fr\u00fch beginnt, viele Bereiche umfasst und auf der Basis gut funktionierender Beziehungen stattfindet. Die Bedingungen daf\u00fcr zu schaffen, ist Ziel Gr\u00fcner Politik.<\/p>\n<p>Ein auf fr\u00fche F\u00f6rderung ausgerichtetes Bildungssystem, welches sowohl die F\u00e4higkeiten der Familie nutzt als auch die Bildungsm\u00f6glichkeiten in den Kindertagesst\u00e4tten, bietet den besten Start. Es ist folgerichtig, dass f\u00fcr ein solches Konzept gen\u00fcgend gut ausgebildete P\u00e4dagogen gebraucht werden. Die daf\u00fcr zust\u00e4ndige Landesregierung hat in den letzten Jahren vor allem mit dem Kinderbildungsgesetz das genaue Gegenteil erreicht. Es wird dort gespart, wo am meisten investiert werden m\u00fcsste: in den Kindertagesst\u00e4tten. Aus der schlechten Landespolitik eine gute Politik f\u00fcr die St\u00e4dteRegion zu machen, ist eine Herausforderung. Wir Gr\u00fcne werden alles daran setzen, die Kindertagesst\u00e4tten in ihrer Qualit\u00e4t zu erhalten und das Betreuungsangebot zu verbessern. Wir sehen es aber auch als eine wesentliche Aufgabe an, junge Familien bei der Erziehung und Ausbildung ihrer Kinder von Anfang an auf vielf\u00e4ltige Weise zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Schule gilt: Je umfassender und besser integriert die verschiedenen Bildungsbereiche sind, umso besser gelingt Bildung. Aus diesem Grund sollten Musik und Kunst, Bewegung und Geisteswissenschaften dieselbe Bedeutung und das gleiche Gewicht haben wie mathematisch-naturwissenschaftliche und technische F\u00e4cher. Dies hilft jedem einzelnen Kind sich zu entwickeln und zu reifen und es f\u00fchrt dazu, dass die Gesellschaft profitiert. Nicht nur Wissenschaftler, auch Eltern, Lehrer und nicht zuletzt die Wirtschaftsunternehmen wissen, dass eine ganzheitliche und vielf\u00e4ltige Ausbildung die besten Voraussetzungen schafft f\u00fcr ein erf\u00fclltes und erfolgreiches berufliches Leben.<\/p>\n<p>Die Entwicklung der Hochschule in Aachen zu einer Exzellenz-Universit\u00e4t ist ein Meilenstein und wird viele Impulse nach Aachen und in die St\u00e4dteRegion bringen. Wir Gr\u00fcne sehen dies als einen wertvollen Baustein zur Entwicklung unserer Region. Die ausschlie\u00dfliche Betonung der Technischen Modell-Region ist zu kurz gegriffen. Die Weiterentwicklung unserer Region erfordert ein breites Spektrum, in dem Kultur, Handel, Landwirtschaft und sanfter Tourismus ebenso eine Rolle spielen wie die Entwicklung moderner Technologien. Auf die Bildung und Ausbildung unserer Kinder bezogen hei\u00dft das: Bildung f\u00fcr Kinder vom Kindergarten bis zur Hochschule muss umfassend und vielf\u00e4ltig sein und es allen Kindern erm\u00f6glichen, sich ihren inneren Potenzialen gem\u00e4\u00df zu entwickeln.<\/p>\n<p>Dies ist in der Realit\u00e4t leider nicht so. In Deutschland ist wie in kaum einem anderen Land die Bildung von Kindern und Jugendlichen abh\u00e4ngig von der sozialen Herkunft. Gr\u00fcne Politik in der St\u00e4dteRegion stellt sich dieser Entwicklung entgegen. Erziehungsberatung, Sozialarbeit, Sprachf\u00f6rderung und andere F\u00f6rderma\u00dfnahmen k\u00f6nnen die M\u00e4ngel des Bildungssystems verbessern. Wichtig ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Schulen und Beratungsstellen, damit Kinder nicht fr\u00fchzeitig von Bildungschancen ausgeschlossen werden. Ein Beispiel ist die erfolgreiche Zusammenarbeit von Schule und Erziehungsberatung in Konzen und H\u00f6fen. Diese soll als Modell dienen und weiter ausgebaut werden.<\/p>\n<p><strong>Schule und Beruf<\/strong><\/p>\n<p>Der \u00dcbergang von der Schule in eine Ausbildung bzw. einen Beruf gestaltet sich f\u00fcr viele junge Menschen schwierig. Wir m\u00f6chten ihnen Begleitung und Unterst\u00fctzung anbieten. Bei der Kompetenzentwicklung und der Herausbildung von St\u00e4rken soll eine verbindliche Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten verankert werden. In diesem Verbund m\u00fcssen Berufskollegs, Unternehmen und Kammern in ihrer Verantwortung f\u00fcr das duale Ausbildungssystem st\u00e4rker in diese Orientierungsphase eingebunden sein und Verantwortung \u00fcbernehmen, um richtige Wege zu finden und ein Scheitern und Verharren in Schleifen zu verhindern. Kompetenzfeststellungsverfahren mit anschlie\u00dfender individueller F\u00f6rderung, Projekte, Praktika, Berufsorientierungsseminare und \u00dcbergangsbegleiter sind Beispiele f\u00fcr die Gestaltung des \u00dcbergangs.<\/p>\n<p>Sch\u00fclerInnen mit besonderen Schwierigkeiten, die keinen Schulabschluss oder Ausbildungsplatz haben, bed\u00fcrfen der besonderen Aufmerksamkeit. Die bestehenden schulischen F\u00f6rderma\u00dfnahmen, die M\u00f6glichkeit Schulabschl\u00fcsse nachzuholen, und die F\u00f6rderung durch die Agentur f\u00fcr Arbeit und die ARGEn muss f\u00fcr diese Jugendlichen erhalten bleiben und durch eine gr\u00f6\u00dfere Verantwortung der Betriebe mit ihren Kammern erweitert werden.<\/p>\n<p>Auch an den Berufskollegs geht der neue Schulalltag mit Unterrichtszeiten bis nach 16 Uhr nicht vor\u00fcber. Als Schultr\u00e4ger muss die St\u00e4dteRegion daf\u00fcr sorgen, dass ihre Schulen auch f\u00fcr den Ganztag ger\u00fcstet sind und R\u00e4ume f\u00fcr den Pausenaufenthalt und f\u00fcr ein Mittagessen vorhanden sind.<\/p>\n<p><strong>Arbeit finanzieren statt Arbeitslosigkeit<\/strong><\/p>\n<p>Wir brauchen dauerhaft einen \u00f6ffentlich gef\u00f6rderten Arbeitsmarkt, denn es gibt Menschen, die sonst keinerlei Chance mehr auf Arbeit haben. Die Arbeitswelt von heute hat sich sehr schnell entwickelt, Technologie, Automaten und Maschinen ersetzen heute vielfach die menschliche Arbeit. Mit dem Verschwinden vor allem der einfachen T\u00e4tigkeiten verlieren die Menschen mit geringer Qualifikation oder anderen Einschr\u00e4nkungen ihre letzte Hoffnung auf einen Arbeitsplatz. Statt diesen Menschen dauerhaft die Arbeitslosigkeit zu finanzieren, halten wir es f\u00fcr sinnvoller, ihnen dauerhaft einen passenden Arbeitsplatz zu subventionieren. Denn auch diese Menschen und ihre Familien haben eine Perspektive verdient.<\/p>\n<p>Das Programm Jobperspektive gem\u00e4\u00df \u00c2\u00a7 16a SGBII gibt \u00f6ffentlichen und privaten Arbeitgebern dazu die M\u00f6glichkeit. Hier werden Jobs geschaffen, die nicht, wie ein 1EUR<\/p>\n<p>-Job, nach einem halben Jahr wieder neu besetzt werden und nicht mehr als ein kleines Zubrot zum Hartz-IV-Bezug darstellen. Es sollen langfristige Jobs entstehen mit einem Existenz sichernden Einkommen. Wir Gr\u00fcnen wollen f\u00fcr dieses Instrument werben und es im \u00f6ffentlichen Bereich so viel wie m\u00f6glich selber anwenden. Denn einen Job zu haben ist wichtig f\u00fcr die Menschen und erm\u00f6glicht erst die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Eine ARGE f\u00fcr die St\u00e4dteRegion<\/strong><\/p>\n<p>Im Zuge der St\u00e4dteRegion werden auch die beiden ARGEn (Arbeitsgemeinschaften f\u00fcr die Grundsicherung Arbeitssuchender) aus Stadt und Kreis Aachen zu einer ARGE zusammengef\u00fchrt. Wir Gr\u00fcne werden uns daf\u00fcr einsetzen, dass die &#8220; leider begrenzten &#8220;<\/p>\n<p>Gestaltungsspielr\u00e4ume der ARGE f\u00fcr die Betroffenen auch genutzt werden. Damit hier Verbesserungen erreicht werden k\u00f6nnen, muss auch die Zusammenarbeit zwischen der ARGE, den Kommunen und den Unternehmen verst\u00e4rkt werden.<\/p>\n<p>Auch der Erhalt und die St\u00e4rkung der hiesigen Tr\u00e4gerlandschaft sind uns wichtig. Wir unterst\u00fctzen die Initiative der Tr\u00e4ger, eine gemeinsame st\u00e4dteregionale Dachgesellschaft zu bilden. Damit wird die Zusammenarbeit der Weiterbildungsbetriebe in der St\u00e4dteRegion gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p><strong>Gr\u00fcnes Wirtschaften<\/strong><\/p>\n<p>Ein Widerspruch? Nein, allerdings unterscheiden sich die Vorstellungen einer Gr\u00fcnen Wirtschaft deutlich von der Wirtschaft, die ausschlie\u00dflich auf quantitatives Wachstum und Gewinnmaximierung setzt. Gr\u00fcnes Wirtschaften legt auch Wert auf \u00f6kologische und soziale Aspekte; wir w\u00fcnschen eine nachhaltige Wirtschaft, angefangen bei der Produktion von G\u00fctern und Dienstleistungen, \u00fcber den Transport und Vertrieb, den Gebrauch und die Entsorgung. Wir w\u00fcnschen zukunftsf\u00e4hige Arbeitspl\u00e4tze in zukunftsf\u00e4higen Branchen. Vor allem die erneuerbaren Energien haben sich als &#8222;Jobmotor&#8220;<\/p>\n<p>bestens bew\u00e4hrt. Wir schauen auch auf die kleinen Unternehmer, die in der Summe viele ortsnahe Arbeitspl\u00e4tze anbieten. Und als besonderer Wirtschaftszweig mit Wachstumspotenzial in der St\u00e4dteRegion ist der Tourismus zu sehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>St\u00e4dteRegion als Region der erneuerbaren Energien<\/strong><\/p>\n<p>Die St\u00e4dteRegion wird erneuerbar. Nicht nur in der Anwendung erneuerbarer Energien f\u00fcr die eigene Versorgung, sondern auch bei der Forschung und in der Produktion moderner, \u00f6kologischer Energietechnik wollen wir die St\u00e4dteRegion zur Vorzeigeregion machen. Die Voraussetzungen sind gut, erneuerbare Energien sorgen f\u00fcr neue, stabile Arbeitspl\u00e4tze. Ein gutes Beispiel ist die Erfolgsgeschichte des Solarmodulherstellers Solland im Gewerbegebiet Avantis: Innerhalb der ersten vier Jahre konnte die Produktion um den Faktor acht gesteigert werden, die Zahl der Besch\u00e4ftigten soll von 2007 bis 2010 von 210 auf 1000 MitarbeiterInnen wachsen. Das zeigt, in der Branche schlummert das Wirtschaftswachstum.<\/p>\n<p>Die Vorreiterrolle in Sachen Energiewende ist Aachen nicht neu, daran wollen wir ankn\u00fcpfen. Schlie\u00dflich war das Aachener Modell mit seiner kostendeckenden Einspeiseverg\u00fctung f\u00fcr regenerativ erzeugten Strom damals die Initialz\u00fcndung f\u00fcr eine bundesweite Einspeiseverg\u00fctung \u00fcber das Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG. Ein gutes Beispiel f\u00fcr &#8222;Politik von unten&#8220;<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Kleine Unternehmen f\u00f6rdern <\/strong><\/p>\n<p>Die \u00f6ffentliche Aufmerksamkeit richtet sich h\u00e4ufig auf die gro\u00dfen Unternehmen mit hunderten und tausenden von Arbeitspl\u00e4tzen. Wir Gr\u00fcnen m\u00f6chten in der St\u00e4dteRegion einmal den Blick auf die anderen richten, die kleinen Unternehmen. Das sind Selbst\u00e4ndige, kleine Handwerksbetriebe, Gesch\u00e4fte, Praxen, Agenturen u.s.w. mit h\u00f6chstens 49 MitarbeiterInnen. Was viele nicht wissen: diese Unternehmen stellen rund 40% der Arbeitspl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung. Und das sind sehr wertvolle Arbeitspl\u00e4tze, da sie <strong>wohnortnah<\/strong> angesiedelt sind. Das erm\u00f6glicht kurze Wege f\u00fcr die Angestellten und die Kunden. Und es sind Arbeitspl\u00e4tze, die nicht &#8222;exportierbar&#8220; sind; sie bleiben am Ort.<\/p>\n<p>In kleinen Unternehmen gibt es keine Rechtsabteilungen, hier m\u00fcssen Chefin oder Chef Probleme mit Verwaltung und B\u00fcrokratie selber l\u00f6sen. Das kostet viel Zeit und Arbeitskraft. Deshalb m\u00f6chten wir, dass es f\u00fcr diese Betriebe in der Verwaltung eine AnsprechpartnerIn geben soll mit der Aufgabe, sich pers\u00f6nlich und unb\u00fcrokratisch um die L\u00f6sung solcher Konflikte zu k\u00fcmmern.<\/p>\n<p><strong>Gr\u00fcnes Handels- und Dienstleistungszentrum<\/strong><\/p>\n<p>Die St\u00e4dteRegion soll ergr\u00fcnen. Dazu geh\u00f6rt auch eine gr\u00fcne Wirtschaft. Mit dem Biol\u00e4dchen hatte es mal angefangen. Heute gibt es ein gro\u00dfes Spektrum umweltfreundlicher und nachhaltiger Produkte, die es den VerbraucherInnen erm\u00f6glichen, ihren &#8222;\u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck&#8220;<\/p>\n<p>so klein wie m\u00f6glich zu halten. Mittelfristig m\u00f6chten wir in der St\u00e4dteRegion ein Gr\u00fcnes Handels- und Dienstleistungszentrum aufbauen, das viele Angebote unter einem Dach vereinen kann.<\/p>\n<p><strong>Urlaubsvielfalt in der St\u00e4dteRegion<\/strong><\/p>\n<p>Eine besondere Form der Wirtschaftsf\u00f6rderung f\u00fcr kleinere Unternehmen ist der Ausbau des Tourismus in der St\u00e4dteRegion:<\/p>\n<p>Die St\u00e4dteRegion ist mit ihrer bunten Mischung an M\u00f6glichkeiten eine sehr attraktive und einzigartige Urlaubsregion. Die Eifel mit dem Nationalpark, mit Vogelsang, Rursee, der Monschauer Altstadt und seiner wunderbaren Landschaft bietet einen touristischen H\u00f6hepunkt in der St\u00e4dteRegion. Der n\u00e4chste liegt in der Stadt Aachen mit ihren historischen Sch\u00e4tzen, dem Weltkulturerbe Aachener Dom, ihren Museen und ihrer historischen Altstadt. Und wer die n\u00f6rdliche St\u00e4dteRegion mit ihren alten Burgen und ihrer Bergbau- und Industriekultur als Gast besucht, w\u00fcnscht sich, wiederzukommen. Dazu kommt noch die Nachbarschaft von Belgien und den Niederlanden mit ihren h\u00fcbschen St\u00e4dten und reizvollen Landschaften. Das sportliche und kulturelle Angebot f\u00fchrt an allen Orten dazu, den Regentag genauso zu nutzen, wie den frischen Wind und die Sonne. Wer das alles sehen will, muss schon einige Tage oder Wochen hier bleiben.<\/p>\n<p>Und das m\u00f6chten wir erreichen: Tourismusf\u00f6rderung ist Wirtschaftsf\u00f6rderung. Das \u00dcbernachtungsgewerbe, die Gastronomie, der Handel und die Anbieter touristischer Dienstleistungen profitieren von den Urlaubsg\u00e4sten. Hier entstehen die ortsnahen, sicheren Arbeitspl\u00e4tze, die die Region gebrauchen kann.<\/p>\n<p>Vom Tourismus gibt es die unterschiedlichsten Vorstellungen. F\u00fcr uns Gr\u00fcne ist wichtig, dass Tourismus nachhaltig und umweltvertr\u00e4glich stattfindet. Z.B. m\u00fcssen die G\u00e4ste unsere Region und &#8211; hier angekommen &#8220;<\/p>\n<p>auch ihre t\u00e4glichen Ziele mit dem \u00f6ffentlichen Nahverkehr erreichen k\u00f6nnen. Hier sehen wir noch einen gro\u00dfen Handlungsbedarf f\u00fcr die Angebote des AVV und auch f\u00fcr ihre Vermarktung.<\/p>\n<p><strong>Wandern und Radfahren als Schwerpunkt eines nachhaltigen Tourismus<\/strong><\/p>\n<p>Einen gro\u00dfen Schwerpunkt legen wir auf den Wander- und Fahrradtourismus. Vor allem der Fahrradtourismus birgt f\u00fcr den Nordkreis, in Verbindung mit den Niederlanden und den Nachbarkreisen Heinsberg und D\u00fcren reichliche M\u00f6glichkeiten. In der St\u00e4dteRegion gibt es schon gute Ans\u00e4tze f\u00fcr ein attraktives Fernradwegenetz, das viele Rad fahrende G\u00e4ste anlocken wird: Es gibt die 2-L\u00e4nder-Route und die 3-L\u00e4nder-Route: In der Stadt Aachen beginnt die Kaiserroute und der geplante Vennbahnradweg verbindet Aachen, die Eifel, Ostbelgien und Luxemburg miteinander. Der von uns Gr\u00fcnen angeregte Euregiobahnradweg sowie der Radweg Aachen-J\u00fclich zeigen sich als attraktive Verbindungen, der Ruruferradweg begleitet den Fluss von seiner Quelle bis zur M\u00fcndung. Das grenz\u00fcberschreitende Knotenpunktsystem hat sich als \u00fcberaus erfolgreiches Hilfsmittel im Fahrradtourismus erwiesen, denn es weist in einfacher Weise den Radfahrern den Weg.<\/p>\n<p>Bei den Wanderern zeigt der neue Eifelsteig als einer von zehn Premiumwanderwegen in Deutschland schon jetzt, welches Potenzial er hat. Und gerade an diesem Beispiel zeigt sich auch, wie wichtig es ist, f\u00fcr eine gute Infrastruktur zu sorgen, was die Wege selber betrifft, aber auch die gastronomischen Angebote rechts und links der Wege.<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten an diesen Wegen gastronomische Angebote in der Art von Strau\u00dfenwirtschaften erm\u00f6glichen, in denen f\u00fcr einen begrenzten Zeitraum im Jahr unter erleichterten Rahmenbedingungen auch hofeigene Produkte, Speisen und Getr\u00e4nke ausgegeben werden d\u00fcrfen. Wir brauchen einfache und unb\u00fcrokratische Bedingungen f\u00fcr den Betrieb solcher kleinen Ausschankgelegenheiten in der St\u00e4dteRegion.<\/p>\n<p><strong>Die Weiterentwicklung der St\u00e4dteRegion<\/strong><\/p>\n<p>Die urspr\u00fcnglichen Ziele der St\u00e4dteRegion gingen \u00fcber das bis jetzt Erreichte weit hinaus. Z.B. sollte die Regionalplanung &#8220;<\/p>\n<p>wie heute schon im Ruhrgebiet m\u00f6glich &#8211; von der Ebene des Regierungsbezirks auf die St\u00e4dteregion verlagert werden. Das Land hat diesen Pl\u00e4nen eine Absage erteilt. Wir wollen diese Aufgaben freiwillig koordinieren und in der n\u00e4chsten Legislaturperiode einen neuen Anlauf nehmen.<\/p>\n<p>Gut gelungen ist diese freiwillige Zusammenarbeit schon mit dem <strong>st\u00e4dteregionalen Einzelhandelskonzept <\/strong>(STRIKT), das in allen 10 Kommunen bereits verabschiedet wurde. In Verbindung mit der Landesgesetzgebung wird dar\u00fcber die Ansiedlung von Einzelhandelsbetrieben geregelt. Wir fordern, dass diese STRIKT nun auch von allen strikt eingehalten wird, um ein weiteres Aussterben der Innenst\u00e4dte zu verhindern und eine gute Nahversorgung zu erhalten.<\/p>\n<p>STRIKT sollte Vorbild f\u00fcr eine gemeinsame Ausweisung von <strong>Gewerbefl\u00e4chen<\/strong> sein. Die Konkurrenz unter den St\u00e4dten um ansiedlungswillige Unternehmen ist sehr gro\u00df, aber gerade diese Konkurrenz schadet der Region mehr, als dass sie ihr n\u00fctzt. Wir wissen, dass gerade bei diesem Thema der eigene Kirchturm besonders dominant ist. Denn Gewerbe verspricht Einnahmen aus Gewebesteuern und diese machen einen wesentlichen Teil der kommunalen Haushalte aus. Eine gemeinsame Vermarktung der Region kann deshalb nur dann funktionieren, wenn die Einnahmen daraus &#8220;<\/p>\n<p>z.B. in Form eines Gewerbesteuerverbundes &#8211; ebenso wie die Arbeitspl\u00e4tze, aber auch die Belastungen auf alle gleichm\u00e4\u00dfig verteilt werden.<\/p>\n<p>Diese Beispiele machen deutlich, wie wichtig eine <strong>gemeinsame Wirtschaftsf\u00f6rderung<\/strong> f\u00fcr die St\u00e4dteRegion ist. Die derzeitige Struktur der Wirtschaftsf\u00f6rderung ist sehr zerkl\u00fcftet. Die Zust\u00e4ndigkeiten in jeder Kommune, die Konkurrenz und verschiedenen Arbeitsweisen erschweren eine Zusammenarbeit. Unser Vorschlag ist, der Wirtschaftsf\u00f6rderung eine neue Struktur zu geben, die Wirtschaftsf\u00f6rderung f\u00fcr die St\u00e4dteRegion und ihre Kommunen aus einer Hand betreibt.<\/p>\n<p>Das Gleiche gilt f\u00fcr die Entwicklung der Hochschulen. In der Stadt Aachen werden mit dem Campus Melaten und dem Campus West derzeit zwei Gro\u00dfprojekte geplant, die bis zu 10.000 neue Arbeitspl\u00e4tze versprechen. Bauherr des Campus ist das Land NRW, die Planungshoheit liegt bei der Stadt Aachen.<\/p>\n<p>Der Bau der Projekte wird weit \u00fcber Aachen hinaus wirken und in der gesamten Region einen kr\u00e4ftigen Schub ausl\u00f6sen k\u00f6nnen. Die Menschen, die dort arbeiten, brauchen Wohnraum, haben Familien und ben\u00f6tigen Schulen, Kinderg\u00e4rten, Infrastruktur. Damit ergibt sich eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Wachstumsperspektive f\u00fcr die umliegenden St\u00e4dte und Gemeinden, die sich nicht auf die St\u00e4dteRegion beschr\u00e4nken wird. Dazu braucht es ein <strong>regionales Wohnungskonzept<\/strong> mit anschlie\u00dfender <strong>Infrakstrukturplanung <\/strong>und ein <strong>regionales Verkehrskonzept<\/strong>. Das wollen wir &#8220;<\/p>\n<p>\u00e4hnlich wie beim STRIKT- auf den Weg bringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beschlossen auf der Kreismitgliederversammlung am 26. Februar 2009 &nbsp; Einleitung In der St\u00e4dteRegion Aachen haben sich die Stadt Aachen und der Kreis Aachen mit seinen neun kreisangeh\u00f6rigen Kommunen zu einer neuen Einheit zusammengeschlossen. Mit der Gr\u00fcndung der St\u00e4dteRegion entsteht eine neue politische Dimension: Nach au\u00dfen dient sie der St\u00e4rkung der Region im nationalen und internationalen &#8230; <span class=\"more\"><a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.thomas-griese-aachen.de\/?page_id=67\">[Read more&#8230;]<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":53,"featured_media":0,"parent":1508,"menu_order":4,"comment_status":"closed","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["entry","page","publish","author-ingridkarst","post-67"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.thomas-griese-aachen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/67","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.thomas-griese-aachen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.thomas-griese-aachen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.thomas-griese-aachen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/53"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.thomas-griese-aachen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=67"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.thomas-griese-aachen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/67\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.thomas-griese-aachen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1508"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.thomas-griese-aachen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=67"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}