Teilnahme an der Aktion „Blickwechsel“ der Lebenshilfe Aachen

Vor einigen Tagen habe ich an der Aktion „Blickwechsel“ der Lebenshilfe Aachen teilgenommen.
Im Rahmen ihrer Arbeit hat die Lebenshilfe die OB-Kandidaten sowie die Spitzenkandidaten für die Städteregion zu Hospitationen eingeladen. Unter dem Motto „Blickwechsel“ arbeiten die PolitikerInnen einige Stunden in Einrichtungen der Lebenshilfe mit.
Ziel der Aktion ist es, dass die Politiker ihren Blick auf die Lebenslagen
von Menschen mit Behinderung schärfen und die Situation in Einrichtungen der Behinder-
tenhilfe hautnah erleben.
Hilde Scheidt, unsere GRÜNE OB-Kandidatin, war bereits zu Gast im Wohnheim
Burggrafenstraße.
Mich hatte die Lebenshilfe zum Wohnheim Monschauer Str. 2 in Aachen eingeladen. Mit einem herzlichen Empfang durch Hilde Bärnreuther und die Hausleiterin Carola Schophaus, Dipl. Sozialarbeiterin begann mein Besuch in dem Wohnheim, in dem über 40 Frauen und Männer mit sehr unterschiedlichen Behinderungen in fünf Wohngruppen wohnen und betreut werden. Die Altersspanne der Bewohner reicht vom 20. Lebensjahr bis ins hohe Alter. Jeder Gruppe stehen eine Küche und ein Wohn- Essraum sowie gruppenübergreifend Gemeinschafts- und Wirtschaftsräume zur Verfügung.
Schon auf dem ersten Rundgang gab es interessante Gespräche, so etwa mit Patrick, der vor ein paar Tagen erst eigezogen war und mir stolz sein neu eingerichtetes Zimmer zeigte.
Höhepunkt war sicher, dass wir als Gruppe zum nahegelegenen Eismännchen gegangen sind und Eis für alle eingekauft haben. Wilma habe ich das Geld zum Bezahlen gegeben, was sie souverän erledigt hat, und Paul hat eine große Schüssel Eis allein zurückgetragen. Das hat mich am meisten berührt, dass jede und jeder im Rahmen der Möglichkeiten eine Aufgabe übernimmt und sich dafür verantwortlich fühlt.
Wir haben uns gut verstanden und einen schönen Nachmittag verbracht.
Behinderte Menschen gehören nach meiner Überzeugung mitten in unser Leben, so dass die Integration und die Bekämpfung der Diskriminierung unsere wichtige Aufgabe bleibt.

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